Immer wieder Unfälle: So sollen Fußgänger und Radfahrer hier besser geschützt werden
Kein Platz für niemanden: Fußgänger und Radfahrer zwängen sich aneinander vorbei – immer wieder kommt es zu Ärger. Auf der Straße fahren geht kaum, denn hier brettern die Autos entlang. Mindestens 50 Unfälle gab es an dieser Engstelle zwischen den Bezirken Altona und Eimsbüttel bereits – ganz nah an einer Grundschule. Ein Schild mit der Aufschrift „Respekt“ hat die Stadt schon aufgestellt – jetzt soll auch ein Umbau stattfinden, damit alle Verkehrsteilnehmer in Zukunft sicher unterwegs sind.
Von einer „Konfliktzone“ zwischen Radfahrern und Fußgängern, spricht der Landesbetrieb Straßen, Brücken und Gewässer (LSBG) in seinem Bericht. Die Engstelle befindet sich in der Altonaer Straße, auf Höhe der Bartelsstraße. Weil die Strecke von Osten nach Westen abschüssig ist, haben auch die Autos hier ordentlich Tempo drauf.
Nach Auswertung der Unfallstatistik handle es sich sogar um eine „Unfallhäufungsstelle“: Zwischen 2015 und 2023 ereigneten sich auf der Strecke – auf der werktags bis zu 13.000 Fahrzeuge unterwegs sind – insgesamt 50 Verkehrsunfälle. Am häufigsten (19 Fälle) kam es zu Unfällen beim Abbiegen. In 16 von 50 Fällen waren Radfahrer beteiligt. Brisant, denn direkt nebenan befindet sich die Ganztagsgrundschule Sternschanze. Hinzu kommt: Wer als Fußgänger an der Ampel wartet, hat nur auf einem sehr schmalen Streifen zwischen Radweg und Fahrbahn Platz. Jetzt will die Verkehrsbehörde handeln.
Gefährliche Unfallstelle in Hamburg: Das soll sich jetzt ändern
Der Radverkehr soll stadteinwärts an der Einmündung in die Bartelsstraße auf die Fahrbahn abgeleitet und auf einem geschützten Radfahrstreifen geführt werden. Dabei soll der Bauaufwand minimal gehalten und nur die nötigen Flächen verändert werden.
Beide Fahrstreifen sollen am Ende 3,25 Meter breit sein, dafür wird der in Richtung Osten verlaufende Fahrstreifen der Altonaer Straße etwas schmaler. So kann der neue geschützte Radstreifen auf 2,10 Meter Platz finden, der durch kleine Betonelemente von der Fahrbahn getrennt wird.
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Die Ampel wird komplett erneuert. Davon soll auch die Metrobuslinie 15 profitieren, denn im Zuge der Erneuerung wird eine Bevorrechtigung für Busse eingerichtet. Auf den frei werdenden Nebenflächen sind drei neue Bäume geplant. Auf diese Weise sollen am Ende Fußgänger und Radfahrer jeweils mehr Platz erhalten und sicherer unterwegs sein. Der Umbau wird nach bisherigen Schätzungen rund 485.000 Euro kosten. Der Start der Baumaßnahme ist für Mitte 2026 vorgesehen, die Arbeiten sollen möglichst parallel zu den Arbeiten an der Sternbrücke stattfinden.