Immer mehr Lehrer sind langzeitkrank
Winter ist Erkältungszeit: Besonders in Schulen können sich Krankheitswellen schnell ausbreiten. Das bedeutet nicht nur eine erhöhte Ansteckungsgefahr für Schüler:innen, sondern auch für die Lehrkräfte. Doch wie steht es wirklich um den Krankheitsstand von Hamburgs Lehrer:innen? Eine Schriftliche Kleine Anfrage der CDU zeigt eine überraschende Entwicklung.
Hamburgs Lehrkräfte sind immer häufiger langzeitkrank, wie die Antwort des Senats auf die Kleine Anfrage der CDU zeigt. Der NDR berichtete zuerst.
Hamburger Lehrer: Anstieg an Langzeiterkrankungen
Während die Quote des Krankheitsstands an Hamburger Schulen in den vergangenen drei Schuljahren insgesamt nicht gestiegen ist, ist mit Blick auf den Langzeitkrankenstand, also dem Krankenstand ab 30 Tagen, ein Anstieg zu sehen.
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An Grundschulen ist der Anteil der Langzeiterkrankungen an den Fehltagen in den vergangenen drei Schuljahren von 27,1 auf 29,4 Prozent gestiegen. Auch an Sonderschulen gab es in dem Zeitraum einen Anstieg von 28,4 auf 33,6 Prozent, an Gymnasien von 23,8 auf 28,5 Prozent und an Stadtteilschulen von 20,4 auf 23 Prozent.
Das sind mögliche Ursachen
„Die Entwicklung von krankheitsbedingten Fehlzeiten unterliegt vielen Faktoren“, so der Senat zu den Ursachen der Fehlzeiten. Dazu zählen Krankheitswellen in der Bevölkerung und ein erhöhtes Infektionsrisiko in der kalten, winterlichen Jahreszeit. „Gleichzeitig zeigt sich, dass die Dauer von Fehlzeiten mit steigendem Lebensalter zunimmt.“ Die Lehrkräfte müssten ihre Arbeitgeber nicht über die jeweiligen Gründe der Erkrankung informieren. „Dennoch ist davon auszugehen, dass Atemwegserkrankungen, psychische Belastungen und Muskel-Skelett-Erkrankungen zu den häufigsten Erkrankungen gehören.“ (mwi)
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