Frau mit Rechnungen, stützt den Kopf auf

Hamburg verzeichnet die höchste Anzahl an Privatinsolvenzen seit Jahren. (Symbolfoto) Foto: imago/McPHOTO

Höchste Zahl seit Jahren: Immer mehr Hamburger sind pleite

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Das Insolvenzgericht entschied über 2405 Anträge, was einer deutlichen Zunahme entspricht. Es handle sich um den höchsten Wert an Privatinsolvenzen seit Jahren. Im Schnitt stehen die Betroffenen mit gut 40.000 Euro in der Kreide.

In Hamburg haben im vergangenen Jahr mehr Verbraucher Insolvenz angemeldet als 2024. Das Insolvenzgericht entschied über 2405 Anträge, wie aus einer Mitteilung des Statistikamts Nord aus Hamburg hervorgeht. Das entspricht einer Zunahme um 4,6 Prozent. 

Verbraucherinsolvenzen sind auch als Privatinsolvenzen bekannt. Die Verfahren sollen Verschuldeten die Möglichkeit eines Neuanfangs bieten. Der Anstieg ist in ganz Deutschland zu beobachten.

Zu den Gründen des Anstiegs in Hamburg machte das Statistikamt wie üblich keine Angabe. Es handle sich aber um den höchsten Wert seit 2013. Durchschnittlich waren Verbraucher mit rund 40.400 Euro verschuldet. 

Privatinsolvenz: Verfahren sind langwierig und aufwendig

Bevor ein Insolvenzverfahren gegen Privatpersonen eingeleitet werden kann, muss ein Verschuldeter selbst versuchen, sich mit den Gläubigern zu einigen. Gelingt das nicht, kann der Verschuldete einen Antrag beim Insolvenzgericht stellen.

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Wenn auch über das Gericht keine Einigung erzielt werden kann, kann das Gericht ein Verfahren eröffnen. Der Verschuldete muss Vermögen abgeben und über Jahre einen Teil seines Einkommens abtreten. Anschließend entscheidet das Gericht gegebenenfalls, ob der Verschuldete von alten Schulden befreit wird. (dpa/mp)

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