Im Vorjahr knapp gerettet: Gute Nachrichten für das Schanzenzelt
Das Schanzenzelt im Schanzenpark bleibt erhalten! Noch Anfang vergangenen Jahres war die Zukunft der Kulturstätte ungewiss. Erst zum Ende der letzten Spielzeit fanden die Betreiber gemeinsam mit dem Bezirksamt Altona eine Lösung. Nun startet bald die Saison 2026.
Damit ist klar: Auch in diesem Sommer wird das Zelt im Schanzenpark wieder zum Veranstaltungsort für Konzerte und Kinderzirkus. Der musikalische Saison-Auftakt im Schanzenzelt findet am 5. Juni bei einem Soli-Konzert für die zivile Seenotrettung mit Audiolith statt.
Darauf folgen Auftritte von König Boris von Fettes Brot, Madeline Juno und Mael & Jonas. Aber auch in diesem Jahr gestalten verschiedene Hamburger Circusschulen wieder Nachmittage im Zelt und ermöglichen Kindern und Jugendlichen erste Auftritte vor Publikum. Finanziert wird dieses Angebot über die Einnahmen aus dem Abendprogramm. Die Spielzeit des Kinderzeltprogramms beginnt in diesem Jahr am 5. Juni und endet am 5. Juli.
Betreiber und Bezirk setzen auf Zukunft des Schanzenzelts
Der Gründer des Schanzenzelts, Arne Köhler, ist dankbar und erleichtert über die Einigung mit dem Bezirksamt. Er sagt: „Gerade in der heutigen Zeit braucht es Orte wie diese, wo ein familiäres Miteinander herrscht, wo man sich aufhalten und es sich dank unserer günstigen Preise auch noch leisten kann, Freizeit zu genießen und etwas zu erleben.” Seine Hoffnung: Eine Zukunft des Schanzenzelts, die weit über 2026 hinaus geht.
Auch Sebastian Kloth, Leiter des Bezirksamts Altona, freut sich über den Erhalt. „Veranstaltungen wie diese gehören zur Identität unseres Bezirks, weil sie Menschen zusammenbringen und so den gesellschaftlichen Zusammenhalt fördern” sagt er. Kulturelles Leben brauche Raum und Unterstützung durch die Stadt.
Trotz Einigung: Weitere Unterstützung für das Schanzenzelt nötig
Trotz der gesicherten Saison bleibt die Lage aber angespannt. Die Betreiber betonen, dass das Projekt weiterhin auf Unterstützung angewiesen ist – durch Besucher, Spenden und den Kauf von Tickets oder Getränken vor Ort. Nur so könne das Schützenfest dauerhaft fester Bestandteil des Schanzenparks und der Hamburger Kulturlandschaft bleiben. Klar ist inzwischen: Bezirksamt und Betreiber wünschen sich eine langfristige Perspektive für das Schanzenzelt.
Das könnte Sie auch interessieren: Sinkende Einnahmen, steigende Kosten: So steht es um die Altonale
Das Schanzenzelt wurde 1992 als Kinderzirkusfestival im Sternschanzenpark gegründet. Seit den 2000er-Jahren hat sich das Programm um Konzerte und Kulturveranstaltungen erweitert. Heute treten dort neben lokalen auch nationale und internationale Künstler auf. (mp)
Anmerkungen oder Fehler gefunden? Schreiben Sie uns gern.