Illegale Migration am Jungfernstieg? CDU-Mann Ploß sorgt mit Video für Kopfschütteln

Christoph Ploß
Christoph Ploß war bis April 2023 Vorsitzender der CDU Hamburg. (Archivbild)

Nach dem Thema Gendern scheint jetzt die illegale Migration den CDU-Bundestagsabgeordnete Christoph Ploß sehr zu beschäftigen. In einem skurrilen Video behauptete er am Mittwoch, dass man am Hamburger Jungfernstieg die Folgen der illegalen Migration „besonders stark“ merken würde. Anschließend fordert er notfalls Zurückweisungen an den deutsche Grenzen. Beweise für seine steile These liefert Ploß nicht und erntet im Netz eine Menge Spott – die MOPO hat mit ihm darüber gesprochen.

Im hellblauen Hemd steht Christoph Ploß vor dem Eingang zum U- und S-Bahnhof am Jungfernstieg. „Hier merkt man zu jeder Tageszeit, besonders abends, die Folgen der illegalen Migration ganz besonders stark“, sagt er in dem Video, dass er am Mittwochmittag auf der Plattform X teilt.

Der Jungfernstieg habe sich zum Negativen verändert, so Ploß weiter. Womit er diese These belegen kann, sagt er nicht. Sein Fazit im Video: „Deswegen muss doch endlich allen eines klar sein: Die illegale Migration nach Deutschland muss gestoppt werden – notfalls auch durch Zurückweisung an den deutschen Grenzen.“

So reagiert CDU-Mann Ploß auf die Kritik an seinem Video

Nach rund drei Stunden hat das Video etliche Kommentare. Viele Nutzer fragen sich, woran Ploß diese „Illegalen” überhaupt erkennen will. „Meinst du die Touristen? Ich habe mich da noch nie unsicher gefühlt“, schreibt eine Nutzerin. Jemand anderes kommentiert: „Also ich hätte mehr Angst, wenn Sie mir da über den Weg liefen“. Das sind noch die netteren Kommentare.

Die MOPO hat Ploß auf die Kritik an dem Video angesprochen: Woran meint er die illegalen Migranten am Jungfernstieg erkannt zu haben? „Häufig wird am Jungfernstieg gar nicht mehr Deutsch gesprochen, dass das mit Migration zu tun hat, liegt auf der Hand“, sagt Ploß. „Die illegale Migration nach Deutschland ist insgesamt unter der Ampelkoalition zu hoch.”

Ploß sagt, er beobachte, „wie zahlreiche andere Hamburger auch, dass sich am Jungfernstieg vieles zum Negativen verändert hat“. Darauf hätten ihn auch viele Bürger bei Bürgerdialogen angesprochen, gerade junge Frauen.

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„Wer diese Realitäten einer verfehlten Migrationspolitik ignoriert und nicht klar benennt, leistet einen Beitrag, dass extreme Parteien wie die AfD in Deutschland noch stärker werden“, so Ploß. Fragt sich nur, in welcher Realität sich die CDU befindet.