Hamburg

Altengamme

Idyllischer Geheimtipp in Hamburg: Hier können Sie gratis ins Schwimmbad

Aaron (10) verbringt den Tag im Bad Altengamme
Aaron (10) verbringt den Tag im Bad Altengamme (Archiv).

Den Sommer im Schwimmbad verbringen? Das kann ganz schön teuer werden mit Eintritt für die ganze Familie, Getränken und Süßigkeiten oder Pommes vom Kiosk. Das leisten sich viele Familien nur gelegentlich. In dieses gerade wieder eröffnete Sommerbad könnte man jeden Tag gehen: Es kostet keinen Cent Eintritt! Und im Kiosk gibt es Wassermelone, frische Salate und Frischkäse-Pfannkuchen. Das Geheimnis dieses Schwimmbad-Projektes.

Mitten in der Natur, idyllisch am Rand der Bebauung neben Rinderweiden gelegen und von alten hohen Bäumen umgeben. Das Sommerbad Altengamme (Horster Damm 76-80) ganz im Osten der Stadt ist ein echter Geheimtipp. Im Moment weisen nicht mal Schilder auf den Badespaß hin, den viele Bewohner der Vier- und Marschlande aber seit ihrer eigenen Kindheit kennen. Junge Mütter mit ganz kleinen Kindern sitzen auf der Wiese, zwei Jungs toben an dem kleinen Sandstrand, der direkt ins flache Wasser führt und Bademeister Tillmann Richter passt auf und keschert nebenbei Laub aus dem Becken.

Nach zweijähriger Sanierung gerade wieder eröffnet

Viele Badegäste kommen mit dem Rad ins Bad, das nach zweijähriger Sanierung gerade erst wieder eröffnet hat. Das Tor steht weit offen, alle gehen einfach rein. Toiletten, Duschen und Bänke sind nagelneu, auch der kleine Kiosk wurde erneuert. Stellenweise weist Flatterband noch auf neu eingesäte Rasenflächen hin. Manfred Buhk (67) ist mit seinen Enkelkindern Tamo (5) und Jale (4) da. „Ich bin so froh, dass das Bad erhalten geblieben ist“, sagt der Altengammer, der hier einst als Kind selbst Schwimmen gelernt hat. Er hatte schon befürchtet, dass die kleine Institution dauerhaft geschlossen wird.

Sommerbad Altengamme
Das Sommerbad Altengamme liegt idyllisch von großen Bäumen umsäumt. Noch schützt etwas Flatterband das frisch gesäte Gras.

Denn der Sanierungsbedarf war groß. Rund 500.000 Euro haben Stadt und Bezirk in die Instandsetzung von Becken und Außenbereich investiert. Für ein so kleines Bad ganz am Rande der Stadt keine Selbstverständlichkeit. Und dann noch die Frage der laufenden Kosten. Daher gab es für den Betrieb des Bades eine Ausschreibung, den Zuschlag erhielt die „Complete Dienstleistung GmbH“ mit einem stimmigen Konzept – das keine Eintrittsgelder vorsah.

Dabei werden selbst in dem kleinen nur im Sommer geöffneten Bad ganz schön viele helfende Hände gebraucht. Die Toiletten und das Gelände müssen gereinigt werden, der Rasen gemäht und der Kiosk betreut. Ganz zu schweigen von der verantwortungsvollen Badeaufsicht. Klingt nach hohen Personalkosten – die sich aber im Rahmen bewegen, weil „Complete“ Synergie-Effekte nutzt. Sie gehört zur Stiftung Berufliche Bildung, die Menschen schult, damit sie qualifiziert und besser in den Arbeitsmarkt vermittelt werden können. „Complete“ betreibt auch die Radstation am Bahnhof Bergedorf, die Touristen-Info und das Café Stellar in der Sternwarte.

Einnahmen sollen über den Kiosk kommen

„Wir müssen schon zusehen, dass wir Einnahmen erzielen und am Ende die schwarze Null steht“, sagt Gert Kekstadt, der gemeinsam mit Hans Nauber die Firma führt. „Das wollen wir über den Kiosk schaffen.“ Dort kommen etwa Mitarbeitende zum Einsatz, die auch im Café in der Sternwarte arbeiten und so gibt es im Bad hochwertige Salate und Wraps, die im Café frisch hergestellt wurden. Die Mitarbeiter, die im Bad helfen, sind zugleich auch in anderen Projekten im Einsatz.

Über Mittel der Bezirksversammlung finanziert gibt es zudem eine weitere Badeaufsicht vom Verein „Sicheres Wasser“ (SiWa). Und wenn an der Technik oder auf dem Gelände etwas defekt ist, dann wird das Bezirksamt eingeschaltet und hilft. Außerdem gibt es eine Kooperation mit dem SV Altengamme. Alle Mitglieder des Vereins können mit einem Chip jederzeit auch außerhalb der Öffnungszeiten ihre Bahnen im Bad ziehen.

Das sagt Bäderland zu den Eintrittspreisen

Dass ein kleines privat betriebenes Bad nichts kostet und beim städtischen Bäderland für Erwachsene 4,20 Euro fürs Freibad (Kinder 1,10 Euro, Jugendliche 2 Euro) fällig werden, das erstaunt viele Besucher. „Unsere Bäder sind aber ja auch günstig“, betont Bäderland-Sprecher Michael Dietel. „Aber wir arbeiten natürlich nicht mit Ehrenamtlichen und haben daher viel höhere Personalkosten.“ Und Bäderland habe auch deutlich höhere Energie- und Betriebskosten als etwa bei einem einfachen Naturbad.

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Tatsächlich haben Bäderland-Freibäder oft auch ein größeres Spaßangebot mit Sprungtürmen, Kletterwänden oder Rutschen, um sich den ganzen Tag zu beschäftigen. Aber wer es gern entspannt mag, in familiärer Umgebung und idyllischer Naturlage, für den ist das Sommerbad Altengamme ein echter Geheimtipp. Und das kostenlos! Geöffnet hat es in den Sommerferien täglich von 10 bis 19 Uhr.

Den Sommer im Schwimmbad verbringen? Das kann ganz schön teuer werden mit Eintritt für die ganze Familie, Getränken und Süßigkeiten oder Pommes vom Kiosk. Das leisten sich viele Familien nur gelegentlich. In dieses gerade wieder eröffnete Sommerbad könnte man jeden Tag gehen: Es kostet keinen Cent Eintritt! Und im Kiosk gibt es Wassermelone, frische Salate und Frischkäse-Pfannkuchen. Das Geheimnis dieses Schwimmbad-Projektes.

Mitten in der Natur, idyllisch am Rand der Bebauung neben Rinderweiden gelegen und von alten hohen Bäumen umgeben. Das Sommerbad Altengamme (Horster Damm 76-80) ganz im Osten der Stadt ist ein echter Geheimtipp. Im Moment weisen nicht mal Schilder auf den Badespaß hin, den viele Bewohner der Vier- und Marschlande aber seit ihrer eigenen Kindheit kennen. Junge Mütter mit ganz kleinen Kindern sitzen auf der Wiese, zwei Jungs toben an dem kleinen Sandstrand, der direkt ins flache Wasser führt und Bademeister Tillmann Richter passt auf und keschert nebenbei Laub aus dem Becken.