Huch, was ist denn das? „Neuer“ Jungfernstieg braucht schon jetzt erste Reparaturen

Schon kurz nach Umbau des Jungfernstiegs muss wieder nachgebessert werden.
Schon kurz nach Umbau des Jungfernstiegs muss wieder nachgebessert werden.

Rot-weiße Absperrung statt Sprungspaß: Erst vor wenigen Wochen wurde der neugestaltete Jungfernstieg unter großem Getöse von Hamburger Politiker:innen eröffnet. Doch die Freude währte nicht lange: Schon jetzt ist ein Teil der Anlage beschädigt – es muss nachgebessert werden.

„Mit dem Nebelfeld, den Trampolinen und dem Tanzglockenspiel ist ein Ort entstanden, der spielerische Elemente mit Klimaanpassung verbindet und für alle Altersgruppen neue Nutzungsmöglichkeiten eröffnet“, sagte Hamburgs Bausenatorin Karen Pein (SPD) anlässlich der Einweihung des neuen Jungfernstiegs Anfang Juli. Unter anderem waren auf Höhe des Alsterhauses fünf kleine Trampoline in den Boden eingelassen worden – laut den Verantwortlichen auch für Erwachsene nutzbar und gedacht zur spielerischen Belebung des Boulevards.

Jungfernstieg: Neue Trampoline schon wieder kaputt

Nur wenige Wochen später sind die Trampoline bereits nicht mehr nutzbar: Wer nicht aufpasst, tritt beim Springen in ein Loch, das groß genug ist, dass ein Fuß hindurchpasst. Auch der Bodenbelag rund um die Spielgeräte ist an mehreren Stellen sichtbar beschädigt und bröckelt.

Die Trampoline am Jungfernstieg waren schon kurze Zeit nach der Eröffnung kaputt.
Die Trampoline am Jungfernstieg waren schon kurze Zeit nach der Eröffnung kaputt.

Bei der Verkehrsbehörde, die die Umgestaltung des Jungfernstiegs mitgeplant hat, sind die Schäden bekannt. „Diese sind unter anderem darauf zurückzuführen, dass der Spielbereich leider unbefugt überfahren wurde“, sagt Sprecher Dennis Krämer. Bereits am Eröffnungstag hatte die MOPO beobachtet, wie ein Radfahrer stürzte, nachdem er in eines der Trampoline gefahren war.

Das passiert mit der Trampolin-Fläche am Jungfernstieg

Inzwischen wurden die Trampoline aus Sicherheitsgründen mit rot-weißen Baken abgesperrt. „Die Fläche wird nun repariert und ausgetauscht“, kündigt Krämer an. Künftig sollen zusätzliche Poller verhindern, dass Fahrzeuge oder Fahrräder über die Trampoline fahren. Doch was passiert bei großen Veranstaltungen – etwa dem Weihnachtsmarkt? Dann drängen dort erfahrungsgemäß viele Menschen, oft alkoholisiert – und rechnen nicht mit plötzlichen Senken im Boden. Da sei man mit dem Bezirk Hamburg-Mitte im Austausch, heißt es vage aus der Behörde.

Seit fast fünf Jahren wird der Jungfernstieg nun umgestaltet: Schon 2020 wurde der Bereich für den Autoverkehr gesperrt – nur Busse, Taxis, Fahrräder und Lieferverkehr in Randzeiten dürfen noch passieren.

Bis sich das bei vielen Autofahrern herumgesprochen hatte, dauerte es allerdings. Vor allem anfangs bogen viele weiterhin wie gewohnt vom Ballindamm auf den Jungfernstieg ab. Der finale Umbau des Boulevards begann Anfang 2024. Laut Verkehrssenator Tjarks soll er zur „guten Stube der Innenstadt“ werden – 13 neue Silberlinden wurden gepflanzt, die Stadt investierte insgesamt 13,4 Millionen Euro.