Hochkarätiger Besuch in Hamburg: Angela Merkel kommt zu besonderem Traditions-Event
Hochkarätiger Besuch beim diesjährigen Matthiae-Mahl! Bundeskanzlerin a. D. Angela Merkel kommt zu dem traditionsreichen Festakt im Hamburger Rathaus. Die Veranstaltung widmet sich in diesem Jahr der Frage, wie die Europäische Union ihre Souveränität in einer zunehmend von geopolitischen Spannungen geprägten Welt sichern kann. Neben Merkel wird auch der Präsident des Europäischen Rates, António Costa, als Ehrengast erwartet.
Das Matthiae Mahl ist seit dem Jahr 1356 historisch belegt und gilt als das älteste noch begangene Festmahl der Welt. Der Hamburger Senat lädt traditionell rund 400 Vertreterinnen und Vertreter aus Politik, Wirtschaft, Wissenschaft und Kultur sowie das gesamte Konsularische Korps ein. Neben dem Ersten Bürgermeister richten ein deutscher und ein ausländischer Ehrengast das Wort an die Gäste.
Matthiae-Mahl: Darum kommt Angela Merkel nach Hamburg
Zur Begründung für die Einladung Angela Merkels heißt es vom Senat, sie habe die politische Entwicklung Deutschlands und Europas über viele Jahre entscheidend geprägt. Schuldenkrise, Flüchtlingskrise und die erste Trump-Präsidentschaft fielen in ihre Amtszeit. „Als Vermittlerin zwischen unterschiedlichen Interessen der Mitgliedstaaten trug Merkel maßgeblich dazu bei, den Zusammenhalt und die Handlungsfähigkeit der EU zu bewahren.“
Lesen Sie auch: Mit vier Kindern abgeschoben: Jetzt spricht die Mutter
Das Matthiae Mahl 2026 soll vor diesem Hintergrund die Herausforderungen einer geopolitischen Zeitenwende aufgreifen. Themen wie wirtschaftliche Unabhängigkeit, politische Resilienz und die Rolle Europas im globalen Machtgefüge stehen demnach im Zentrum der Diskussion. Hamburg komme in diesem Kontext eine besondere Bedeutung zu, schreibt der Senat. Als internationale Handelsstadt, bedeutender Industriestandort sowie als Zentrum für Wissenschaft und Forschung leistet die Hansestadt einen wichtigen Beitrag zur wirtschaftlichen Stärke Europas. Mit rund 450 Millionen Einwohnerinnen und Einwohnern und hoch entwickelten Märkten zählt die Europäische Union zu den weltweit führenden Wirtschaftsräumen, die neuen Handelsabkommen mit Indien und Südamerika sollen diese Position weiter stärken. (mn)
Anmerkungen oder Fehler gefunden? Schreiben Sie uns gern.