Ein Polizist bei einem Einsatzwagen (Symbolbild).

Ein Polizist bei einem Einsatzwagen (Symbolbild). Foto: picture alliance/dpa

Hochhaus-Notfall: Wasserfall im Treppenhaus, Hunderte Mieter in Hotels

Es sind furchtbare Bilder: Erst bemerken die SAGA-Mieter einige Wassertropfen, die von der Decke fallen – wenig später rauscht ein Wasserfall durchs Treppenhaus. Wegen zweier plötzlicher Wasserrohrbrüche innerhalb weniger Stunden mussten am vergangenen Wochenende Polizei und Feuerwehr anrücken.

„Das war wirklich heftig, das Wasser ist wie ein Wasserfall durchs Haus geschossen. Man konnte weder hoch noch runter“, erzählt Anwohnerin Kathrin Schwarz (55), die seit fünf Jahren in dem Hochhauskomplex im Erlerring 10 lebt. Das Gebäude ist Teil der Großwohnsiedlung Kirchdorf-Süd im Süden Wilhelmsburgs. „Einige Wohnungen wurden auch geflutet – je weiter oben, desto mehr.“

Das Wasser strömte am Freitagabend durch das Gebäude in Wilhelmsburg. Honorarfrei
Das Wasser strömte am Freitagabend durch das Gebäude in Wilhelmsburg.
Das Wasser strömte am Freitagabend durch das Gebäude in Wilhelmsburg.

Grund für die Sintflut war ein Wasserrohrbruch im zwölften Stockwerk. Die Einsatzkräfte von Polizei und Feuerwehr gingen durch die einzelnen Wohnungen und entschieden schließlich, den Strom aus Sicherheitsgründen komplett abzuschalten. Auch im nahegelegenen SAGA-Hochhaus im Karl-Arnold-Ring 53 gab es einen Rohrbruch.

Wilhelmsburg: Wasserfall nach Rohrbruch in Hochhaus

Betroffen waren insgesamt rund 160 Haushalte. Wer konnte, kam bei Freunden oder Familie unter, alle anderen Mieter wurden von der SAGA in Hotels einquartiert.

„Am Sonntag haben wir zusammen mit den Linken und Aktiven aus dem Quartier das Inselhaus aufgemacht und eine Linsensuppe für alle gekocht“, sagt Mieterin Kathrin Schwarz. Das Inselhaus ist ein nahegelegenes Vereinshaus am Erlerring.

„Wir haben alle eingeladen zum Zusammenkommen oder haben die Suppe vorbeigebracht. Allgemein ist die Solidarität unter den Nachbarn sehr rührend, Mütter mit vier Kindern versorgen andere Haushalte noch mit“, erzählt sie. „Aber es ist eine Katastrophe. Bei vielen liegen die Nerven inzwischen blank.“ Die SAGA will sich am frühen Nachmittag zum weiteren Vorgehen und zur Kritik von Anwohner:innen und der Linkspartei äußern.

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