Hochbahn entwickelt neue App – für bislang 1,8 Millionen Euro
Die Hochbahn entwickelt für ihre Fahrgäste derzeit eine neue App, deren Entwicklung bis jetzt allerdings schon 1,8 Millionen Euro verschlungen hat. Paradox: Dahinter steckt die Idee einer Kostenersparnis.
Wie teuer das Projekt „Max“ insgesamt werden wird, konnte der Senat auf eine Kleine Anfrage des CDU-Bürgerschaftsabgeordneten Philipp Heißner nicht sagen. Die Kosten würden maßgeblich von den Funktionalitäten der Plattform bestimmt.
Was steckt hinter der neuen „Max-App“ der Hochbahn?
Die „Max“-App soll einmal eine gemeinsame Plattform mehrerer Verkehrsverbünde für Bus, Bahn oder auch Car-Sharing werden. Diese könnte dann die bislang genutzten HVV-Apps oder die Pendants der Berliner Verkehrsbetriebe (BVG) ablösen.
Dahinter steckt vor allem die Idee der Vereinfachung, aber langfristig auch einer Kostenersparnis. Durch Kooperationen mit anderen deutschen Verkehrsunternehmen will die Hochbahn die finanziellen Lasten auf mehrere Schultern verteilen.
Im Herbst 2025 hatte das städtische Unternehmen eine Zusammenarbeit mit den BVG und der Münchner Verkehrsgesellschaft (MVG) bekanntgegeben. In der vergangenen Woche unterzeichneten die drei Unternehmen zusätzlich eine Absichtserklärung mit der Düsseldorfer Rheinbahn. Bei der Kooperation soll es auch um die Entwicklung von Standards für das autonome Fahren und für Vertriebssysteme gehen.
Hochbahn entwickelte bereits HVV-Switch-App
Die Hochbahn hat bereits mehrere Apps für den HVV entwickelt, darunter die HVV-Switch-App, die mehr als 1,2 Millionen Mal heruntergeladen wurde. Mit dieser App können Kunden Verbindungen im öffentlichen Nahverkehr finden, fahrende Busse in Echtzeit erkennen, Tickets kaufen oder auch – beim Deutschlandticket – problemlos kündigen. Leihwagen, Sammeltaxis und E-Roller können ebenfalls gebucht werden.
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Die neue „Max“-App wurde im Juni vergangenen Jahres auf dem internationalen Mobilitätskongress UITP in Hamburg vorgestellt. Ursprünglich sollte sie im ersten Halbjahr 2026 eingeführt werden. Inzwischen heißt es lediglich, über die Einführung und zukünftige Entscheidungsstrukturen werde derzeit beraten. (aba/dpa)
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