Schadstoffe! Historisches Hamburger Schwimmbad muss lange schließen
Das historische Holthusenbad in Eppendorf muss ab diesem Sommer über ein halbes Jahr lang seine Türen schließen. Eigentlich sollte das Bad für geplante Wartungsarbeiten nur wenige Monate dichtmachen, doch während der Vorbereitungen wurden Schadstoffe in der Kuppeldecke gefunden.
Das Holthusenbad von 1914 gilt als eines der schönsten Thermalbäder in Hamburg. Hier und da sind bei einem so historischen Gebäude natürlich auch immer wieder Wartungsarbeiten nötig. Diesmal stehen unter anderem die Erweiterung der Alarmanlage, Malerarbeiten, neue barrierefreie Umkleide- und Sanitärräume, neue Fenster und eine Modernisierung der Kuppeldecken in beiden Gebäudeflügeln an.
Nach Informationen des „Abendblatts“ hätte das eigentlich nur zwei Monate dauern sollen – doch bei den Vorbereitungen wurde Asbest in der Kuppeldecke gefunden. Für mehrere Millionen Euro muss nun die gesamte Decke saniert werden.
Holthusenbad in Hamburg: Schließung dauert Monate
„Die nötigen Arbeiten werden sehr Lärmintensiv und benötigen große Flächen für die Baustelleneinrichtung, Reinigung und Entsorgung im und vor dem Gebäude, weshalb der Betrieb vollständig eingestellt werden muss“, schreibt der Betreiber des Bades, die Bäderland GmbH, auf ihrer Homepage.
Das Holthusenbad, die Sauna und das Massageangebot werden daher vom 4. Mai 2026 bis voraussichtlich Ende Januar 2027 geschlossen. Das Freibad in den Sommermonaten separat zu betreiben, sei aufgrund der nur im Gebäude vorhandenen sanitären Anlagen und Umkleiden aus Verkehrssicherungsgründen nicht möglich. Schulschwimm- und Schwimmlernangebote würden für die Dauer der Arbeiten auf benachbarte Standorte verlagert.
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„Wir empfehlen ein Ausweichen auf die benachbarten Standorte Kaifubad, Bartholomäustherme, Naturbad Stadtparksee sowie die Standorte Schwimmbad Bramfeld und Familienbad Ohlsdorf”, schreibt Bäderland.
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