Mörderische Neonazis: Als Ramazan Avci am Boden liegt, springt einer auf seinen Kopf
Die Skinheads jagen ihn, treten und schlagen auch noch dann auf ihn ein, als er schon am Boden liegt. Einer springt sogar auf den Kopf des wehrlosen Mannes. Am 21. Dezember 1985, vor genau 40 Jahren, wird der 26-jährige türkische Arbeiter Ramazan Avcı niedergestreckt. Drei Tage später, es ist Heiligabend, erliegt er seinen schweren Verletzungen. Es ist nicht irgendein Mord. Diese Tat ist eine Zäsur. „Als Ramazan starb, ist auch in mir ganz viel gestorben“, sagt Gülüstan Ayaz, seine Verlobte. Anfangs sei sie entschlossen gewesen, das Land zu verlassen, das Land der Täter. Aber wenn sie gegangen wäre, dann hätten die Neonazis ja gesiegt. „Das wollten sie ja: uns vertreiben“, sagt die 63-Jährige. Also sei sie geblieben und habe ihren Sohn aufgezogen. Ganz alleine. Es ist der 21. Dezember 1985. Am Vortag ist Ramazan Avcıs 26. Geburtstag gewesen. Der Bauarbeiter feiert zunächst mit ein paar Freunden, danach zieht er noch mal los: Er will sein Auto verkaufen. Er braucht Geld für ein Kinderbett, denn seine Verlobte Gülüstan Ayaz ist hochschwanger. „In etwa einer Stunde bin ich zurück“, sagt er. Es sind die letzten Worte, die sie von ihm hört.
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