Deutschlands erster Fernsehkoch erfand im Feldstraßenbunker ein legendäres Gericht
Hamburg, St. Pauli: Am Rand des Heiligengeistfeldes steht ein mächtiger Hochbunker aus grauem Beton, errichtet im Zweiten Weltkrieg. Er hat Wände, die an manchen Stellen fast vier Meter dick sind. Nach Kriegsende soll er verschwinden, doch eine Sprengung mitten in der Stadt gilt als viel zu riskant. Also bleibt er – und wird umgenutzt. In den frühen 1950er-Jahren zieht der NDR-Vorläufer Nordwestdeutscher Rundfunk (NWDR) hier ein, sendet von dort die erste Tagesschau. Und nebenbei wird auch noch ein legendäres Gericht der Nachkriegszeit erfunden – von Deutschlands erstem Fernsehkoch.
Alles geht damit los, dass 1952 in einem Raum im Bunker ein Mann mit seiner Ehefrau sitzt und auf ein Bewerbungsgespräch wartet. Carl Clemens Hahn ist Theaterschauspieler, hatte in den 1930er Jahren Engagements in Stendal, Wiesbaden und Dresden, bevor der Krieg seine Laufbahn jäh unterbrach. Verwundet kehrte Hahn von der Front zurück, ist ohne feste Perspektive – und sucht beim NWDR in Hamburg Arbeit.
Schauspieler wartet auf Intendanten – und wird Fernsehkoch
- Deutsch (Deutschland)
MOPO+ Abo
für 1,00 €Jetzt sichern!Neukunden lesen die ersten 4 Wochen für nur 1 €!Zugriff auf alle M+-ArtikelWeniger Werbung
Danach nur 7,90 € alle 4 Wochen //
online kündbarMOPO+ Black Week Deal
1 Jahr für 52 €Jetzt sichern!1 Jahr M+ für 1 € pro Woche lesen!Zugriff auf alle M+-ArtikelWeniger Werbung
Im zweiten Jahr 79 € //
online kündbar
Anmerkungen oder Fehler gefunden? Schreiben Sie uns gern.