Ossietzky

Der Publizist und Schriftsteller als Gefangener im Konzentrationslager Sachsenhausen. Als Chefredakteur der „Weltbühne“ in den 20er Jahren kritisierte er scharf die Aufrüstung der damaligen Reichswehr. 1931 wurde er wegen Landesverrats zu anderthalb Jahren Gefängnis verurteilt, aber bereits 1932 amnestiert. Nach der Machtübernahme der Nationalsozialisten wurde von Ossietzky in einem Konzentrationslager interniert. Foto: picture-alliance / akg-images | akg-images

paidCarl von Ossietzky: Um sein Leben zu retten, gaben sie ihm den Friedensnobelpreis

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Nelson Mandela hat ihn bekommen, Mutter Teresa, Barack Obama und Willy Brandt. US-Präsident Donald Trump findet, keiner verdiene ihn mehr als er selbst – und genau deshalb wird er ihm mutmaßlich nie verliehen. Vom Friedensnobelpreis ist die Rede. Auf der Liste der bislang 143 Preisträger steht auch ein Hamburger: einer, der heute wohl völlig in Vergessenheit geraten wäre, wenn nicht die Staats- und Universitätsbibliothek seinen Namen trüge. Carl von Ossietzky – der mutigste Publizist der Weimarer Republik. Als ihm der Preis zugesprochen wird, ist Ossietzky längst nicht mehr der für seine Angriffslustigkeit gefürchtete Chefredakteur der „Weltbühne“, sondern ein Gefangener. Er wird im Konzentrationslager Esterwegen im Emsland festgehalten, liegt in Berlin im Staatskrankenhaus der Polizei: todkrank und abgeschirmt. Diejenigen, die dafür eintreten, dass er den Friedensnobelpreis bekommt, wollen ihn vor allem schützen. Sie hoffen, dass es den Nazis dann unmöglich sein wird, Ossietzky einfach verschwinden zu lassen.


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