Carl von Ossietzky: Um sein Leben zu retten, gaben sie ihm den Friedensnobelpreis
Nelson Mandela hat ihn bekommen, Mutter Teresa, Barack Obama und Willy Brandt. US-Präsident Donald Trump findet, keiner verdiene ihn mehr als er selbst – und genau deshalb wird er ihm mutmaßlich nie verliehen. Vom Friedensnobelpreis ist die Rede. Auf der Liste der bislang 143 Preisträger steht auch ein Hamburger: einer, der heute wohl völlig in Vergessenheit geraten wäre, wenn nicht die Staats- und Universitätsbibliothek seinen Namen trüge. Carl von Ossietzky – der mutigste Publizist der Weimarer Republik. Als ihm der Preis zugesprochen wird, ist Ossietzky längst nicht mehr der für seine Angriffslustigkeit gefürchtete Chefredakteur der „Weltbühne“, sondern ein Gefangener. Er wird im Konzentrationslager Esterwegen im Emsland festgehalten, liegt in Berlin im Staatskrankenhaus der Polizei: todkrank und abgeschirmt. Diejenigen, die dafür eintreten, dass er den Friedensnobelpreis bekommt, wollen ihn vor allem schützen. Sie hoffen, dass es den Nazis dann unmöglich sein wird, Ossietzky einfach verschwinden zu lassen.
- Deutsch (Deutschland)
MOPO+ Abo
für 1,00 €Jetzt sichern!Neukunden lesen die ersten 4 Wochen für nur 1 €!Zugriff auf alle M+-ArtikelWeniger Werbung
Danach nur 7,90 € alle 4 Wochen //
online kündbarMOPO+ Black Week Deal
1 Jahr für 52 €Jetzt sichern!1 Jahr M+ für 1 € pro Woche lesen!Zugriff auf alle M+-ArtikelWeniger Werbung
Im zweiten Jahr 79 € //
online kündbar
Anmerkungen oder Fehler gefunden? Schreiben Sie uns gern.