Die gelöcherte Bunkerwand von Winterhude
Wie Tempelsäulen im alten Rom ragen die Überreste des Weltkriegsbunkers am Kuhnsweg in die Höhe. An dem Ort, an dem vor 83 Jahren Menschen aus Winterhude Schutz vor den Bomben suchten, entstehen jetzt 23 Wohnungen und eine Frühchen-Station.
Aus Weltkriegsbunkern Wohnungen zu machen, ist nicht ganz einfach. Doch der Bremer Architekt Rainer Mielke (69) ist seit Jahrzehnten darauf spezialisiert. Unter anderem am Eilbeker Weg hat er schon einmal einen Weltkriegsbunker umgebaut.

Die Nachbarschaft in Winterhude ist skeptisch
Am Kuhnsweg, unweit des Goldbekplatzes, ist inzwischen ein Großteil des Betonklotzes (Baujahr 1941/42) verschwunden. Den mehr als einen Meter dicken Betonwänden wurde mit „Felsmeißeln” der Garaus gemacht. Teile der Fassade bleiben jedoch erhalten und werden dem Neubau eine ganz individuelle Prägung geben.
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Der Hamburger Bauherr Hubertus Heuermann („DomiCare”) informiert die zunächst teils skeptische Nachbarschaft auf einer eigenen Website über die Baufortschritte. Unter dem Bunker entsteht eine Tiefgarage, die auf Pfählen ruht, die 18 Meter tief in den Boden gerammt wurden. Die Fertigstellung des Projekts ist für Anfang 2027 geplant. Elf der Wohnungen sind öffentlich gefördert und haben daher bezahlbare Mieten.
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