Hier versteckt sich ein goldener Affe – und noch mehr Tipps für den Stadtpark
Bekanntes mit neuen Augen sehen – das könnte ein Motto für den Frühling sein, der die landschaftliche Umgebung in freundlicherem und hellerem Licht zeigt. Einfach mal die Perspektive – oder die Wege – wechseln. Wir haben im Stadtpark, Hamburgs drittgrößter Grünfläche, damit angefangen und verborgene Ecken erkundet. Und ganz nebenbei nicht nur zwei Eisbären und einen Seelöwen, sondern sogar einen goldenen Affen gefunden. Hier sind unsere Tipps für einen Familienspaziergang auf unbekannteren Wegen.
Altes Forsthaus im Stadtpark
Das weiße Forsthaus, an dem viele Spaziergänger achtlos vorbeigehen, hat eine lange und spannende Geschichte. Adolph Sierich, ein Goldschmied aus Winterhude, erwarb größere Ländereien, die heute zum Stadtpark gehören. Im nach ihm benannten Sierichschen Gehölz ließ er Rehe und Hirsche aussetzen, die Besucher gegen Eintrittsgebühr wie in einem Tierpark von einem hölzernen Turm aus beobachten konnten. Und weil sich ein Förster um den Wald kümmern sollte, gab er Ende des 19. Jahrhunderts den Auftrag zum Bau des idyllischen Forsthäuschens an der Otto-Wels-Straße. Heute ist das Haus Sitz des Stadtparkvereins.
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Ahorn-Lehrpfad
Gegenüber, gleich neben dem Restaurant Parkvilla, lohnt ein Blick auf die beschilderten Bäume. Die verschiedenen Ahornsorten wie beispielsweise der Rote-Schlangenhaut-Ahorn stammen aus aller Welt und wurden für den Ahorn-Baumlehrpfad neu gepflanzt.
Rutschen und Schaukeln
Wer Kinder zu einem Rundgang motivieren möchte, landet unweigerlich auf dem Spielplatz am Planschbecken, übrigens dem größten in Hamburg. Schon Alt-Bundeskanzler Helmut Schmidt badete hier als Kind. Im Winter sind aber Rutschen und vor allem die Riesenschaukeln eine Hauptattraktion – einmal ausprobiert, möchte man gar nicht mehr aufhören. Am Spielplatz steht auch der steinerne Seelöwe und passt auf alle Besucher auf.
Affe am Stadtparksee
Aber noch ist der goldene Affe nicht gefunden. Unterwegs zum Rosengarten begegnet man allerlei Skulpturen dem Knaben mit Fischen. Der Affe, der nur an einer Stelle etwas golden glänzt, heißt korrekt „Hockender Affe“. Besonders groß ist er nicht – vermutlich sind schon viele Spaziergänger an dem Kunstwerk vorbeigegangen, ohne es zu bemerken. Schon seit 90 Jahren sitzt er an gleicher Stelle und genießt den Blick auf den Stadtparksee.
Eisbären und Jagdgöttin
Rund um den See führt der Weg vorbei an der Liebesinsel und einem steinernen Eisbären (der zweite steht östlich vom Naturbad) zum Steingarten weiter zur Trinkhalle. Der damalige Baudirektor Fritz Schumacher entwarf das Gebäude 1915 als Teil einer Kurgartenanlage. Bürgerinnen und Bürger konnten hier auf dem Weg zur Arbeit Heilwasser trinken. Seit zehn Jahren ist die Trinkhalle am Südring 1 ein Café am Blindengarten. Gegenüber geht die Göttin Diana mit ihren Hunden auf die Jagd (ab April donnerstags bis sonntags von 12 bis 18 Uhr geöffnet.)