Hier schwebt ein ganz besonderes Bauwerk in Altona ein
Rund 300 Arbeitsplätze, sechs Geschosse, ein Dachgarten und eine Grünfassade sind das Ziel: Nach jahrelanger Planung, einigen Krisen und Verzögerungen nimmt das Bauprojekt zum „Neuen Amt Altona“ in der Neuen Großen Bergstraße immer mehr Form an. Die Grundsteinlegung für den Neubau fand bereits im Februar dieses Jahres statt, am Montagvormittag wurde nun ein weiteres Teilziel des Projekts eingeleitet – die Holzbauphase. Sie zeigt das Besondere an dem Projekt.
Bereits 2018 wurde das Alte Finanzamt Altona zum Verkauf ausgeschrieben. Das „Neue Amt Altona“ konnte im Konzeptverfahren überzeugen: Es will ein nachhaltiges, gemeinwohlorientiertes Bau- und Immobilienprojekt mit ökologischem und sozialem Anspruch sein.
Der Abriss der Ladenzeile an der Neuen Großen Bergstraße fand im Herbst 2024 statt. Es soll ein Neubau im Herzen Altonas entstehen, der ab Ende 2025 als genossenschaftlich organisiertes Co-Working-Space fungieren soll. Zugleich soll der Kreativstandort im Alten Finanzamt Altona erhalten bleiben und langfristig durch die Genossenschaft gesichert werden. Die beiden Bauten sollen dann auf einer Höhe mit allen Etagen verbunden sein.
Bau des hölzernen Co-Working-Spaces
Sonnenschein und wenig Wind: Die Voraussetzungen zum Start der Bauphase des hölzernen Co-Working-Spaces könnten am Montagvormittag kaum besser sein. In 40 Metern Höhe werden öffentlich sichtbar auf dem mittlerweile fertiggestellten Geschoss aus Stahlbeton tonnenschwere Holzdecken mit einem Schwerlastkran aus der Großen Bergstraße über das Gebäude des Alten Finanzamts Altona hinübergehoben und angebracht. Insgesamt vier der sechs Etagen sollen aus Holz entstehen.
Mit der Integration von Holz im Bau von Gewerbeimmobilien wäre das „Neue Amt Altona“ ein Vorreiter in Altona. Auch die geplante begrünte Fassade des Neubaus, wäre die erste im Stadtteil Altona-Altstadt. Es soll ein Vorbild für zukunftsweisende Architektur und nachhaltiges Bauen werden.
„Mit dem Neuen Amt Altona schaffen wir einen nachhaltigen und nutzerzentrierten Ort für neues Arbeiten und Gemeinschaft. Der Holzbau ist dabei nicht nur architektonisches Statement, sondern auch Ausdruck unserer Haltung gegenüber Stadt und Klima“, so Cornelius Voss aus dem Vorstand Bau und Architektur der Neues Amt Altona eG.
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Neben dem ökologischen Aspekt verspricht sich das Team hinter dem „NAA“ von der hölzernen Bebauung auch positive Auswirkungen auf das Raumklima. Durch vorgefertigte Bauteile möchte man die Bauzeit zudem möglichst kurz halten. Nach aktuellen Planungen soll das Projekt im Frühjahr 2026 fertiggestellt werden.