Hickhack um die Osterstraße: Warum jetzt doch alles beim Alten bleiben soll
Im Sommer soll die große Baustelle auf der Osterstraße in Eimsbüttel Geschichte sein. Die Verlegung der Fernwärmeleitungen wird abgeschlossen – doch wie geht es weiter? Im vergangenen Jahr wurde in der Bezirkspolitik über eine Tempo-20-Zone diskutiert, später war Tempo 30 im Gespräch. Jetzt soll doch alles beim Alten bleiben – also zurück zu Tempo 50.
Mit dem Abschluss der Baustelle plante die Eimsbütteler Verwaltung ursprünglich, Tempo 20 auf der Osterstraße einzuführen und die Radfahrstreifen zu entfernen. Autos und Radfahrer sollten sich künftig die Fahrbahn teilen. Doch die Bezirksversammlung lehnte diesen Vorstoß Ende April vergangenen Jahres ab.
Kurz darauf brachte die SPD eine andere Variante ins Spiel: Der Abschnitt der Osterstraße zwischen Schwenckestraße und Schulweg sollte als Tempo-30-Strecke bzw. als Abfolge mehrerer direkt aufeinanderfolgender Tempo-30-Strecken ausgewiesen werden. Radfahrstreifen und Mittelinseln sollten in ihren bisherigen Zustand zurückversetzt werden.
Osterstraße: SPD und Grüne mit Lösung unzufrieden
Doch auch daraus wird nun nichts: Die Polizei erklärt, dass die Anordnung einer Tempo-30-Strecke aus rechtlichen Gründen nicht möglich sei, da die entsprechenden Richtlinien hier nicht greifen. Das geht aus einer aktuellen Drucksache hervor. „Daher wird die Fahrbahn nach Abschluss der Fernwärmearbeiten im ursprünglichen Zustand mit Schutzstreifen für den Radverkehr bei Tempo 50 wiederhergestellt“, heißt es weiter.
Von dieser Lösung ist die grün-rote Bezirkskoalition gar nicht begeistert: „Das stellt uns nicht zufrieden. Die Koalition strebt weiterhin eine Tempo-30-Lösung an“, sagt Ali Mir Agha, Grünen-Fraktionschef in Eimsbüttel.
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Auch für blinde und sehbehinderte Menschen wird es laut der Drucksache keine zusätzlichen Verbesserungen geben. Für höhere Bordsteinkanten im Ampelbereich sei das Gefälle zu gering, um das Oberflächenwasser noch ausreichend abzuleiten. Für neue Lampen stehen vor dem Ablauf der Lebensdauer der aktuellen Modelle keine Mittel zur Verfügung.
Lediglich die Fahrbahnmarkierung an der Kreuzung Emilienstraße/Osterstraße wurde erneuert. Zudem sollen zusätzliche Fahrradbügel installiert und die Zeiten für die Ladezonen ausgeweitet werden.