Drei Menschen hinter der Bar

Wirt Marco (l.) und die Barkeeper Caro und Max bedienen ihre Gäste im „Goldenen Handschuh“ auch an Weihnachten. Foto: Marius Röer

paidHeiligabend im Goldenen Handschuh: Zwischen Wodka und Tränen

kommentar icon
arrow down

Die einen kaufen letzte Geschenke, die anderen Schnaps: Der „Goldene Handschuh“ auf dem Hamburger Berg ist eine der wenigen Kneipen, die das ganze Jahr über aufhat, auch an Heiligabend. Eine Weihnachtsfeier mit Menschen, die nicht wissen, welcher Tag heute ist, wie lange sie schon feiern – oder was danach kommt.

„Es weihnachtet, es weihnachtet“, grölt Marius. In einer Hand eine Flasche Astra, die weißen, strähnigen Haare fallen ihm leicht ins Gesicht. Er studiert die Auswahl der Jukebox. „Ich will die alten Lieder wieder“, schimpft er. Aus den Lautsprechern schallt „Don’t wake me up“ (Weck’ mich nicht auf) bis auf den Hamburger Berg hinaus. Marius wurde nicht geweckt, er hat auch nicht geschlafen. Er ist seit gestern Abend unterwegs, bis jetzt: 11 Uhr, Heiligabend im „Goldenen Handschuh“.

Share on facebook
Share on twitter
Share on whatsapp
test