Hass-Prediger hetzt in St. Georg gegen Schwule

Islamist Ahmad Armih („Abul Baraa“)
Islamist Ahmad Armih („Abul Baraa“) sprach im Al-Azhari-Institut in St. Georg

Seit mehr als vier Jahren wird das Al-Azhari-Institut in der Lindenstraße in St. Georg vom Landesamt für Verfassungsschutz in Hamburg beobachtet. Jetzt reiste wieder ein bekannter Hass-Prediger an und hielt einen Vortrag in den Räumlichkeiten. Der radikale Islamist und bekannte YouTube-Prediger Ahmad Armih („Abul Baraa“) sprach überwiegend vor jungen Männern. Die wenigen Frauen, die vollverschleiert erschienen, durften in von den Männern getrennten Räumlichkeiten zuhören. Armih gilt als einer der bekanntesten radikalislamischen Akteure der deutschen Salafistenszene.

Laut dem Hamburger Verfassungsschutz würde in dem Institut schon seit 2020 „ein Islamverständnis vermittelt, das mit der freiheitlichen demokratischen Grundordnung Deutschlands nicht vereinbar“ sei. In den sozialen Medien hingegen wirbt die Einrichtung mit Koran- und Sprachunterricht für Erwachsene und Kinder, um „interkulturelle Arbeit und den interreligiösen Dialog zu fördern“.

Gegen andere Religionen, gegen Frauen und Freiheit

Der Leiter des Instituts, der aus Ägypten stammende Sheikh Mahmoud Ahmed, fällt seit einigen Jahren schon mit immer radikaleren Äußerungen auf („Die Frau habe die Befehle des Mannes zu befolgen und seine Erwartungen zu erfüllen.“). Wie auch bei den Äußerungen des Hass-Predigers Ahmad Armih ist das Gefährliche, dass vor allem Heranwachsende seine Aussagen und die Weltanschauung unreflektiert übernehmen.

Dazu Marco Haase, Sprecher des Hamburger Verfassungsschutzes: „Wer an Veranstaltungen und Unterrichten des Instituts teilnimmt, macht mit Islamisten gemeinsame Sache.“ Wie die „Bild“ berichtete, hetzte der YouTube-Prediger Ahmad Armih am Wochenende im Al-Azhari-Institut gegen Andersdenkende und mahnte, „streng nach dem Islam zu leben“.

Außerdem soll er Homosexuelle in seiner Ansprache verspottet haben. Laut Verfassungsschutz soll in dem im Institut durchgeführten Unterricht auch ein deutlicher Antisemitismus erkennbar sein. Verantwortlich dafür sei laut Verfassungsschutz eine in Hamburg aktive Gruppe namens „Dawah Hamburg“. Diese wirbt in sozialen Netzwerken und eben auch mit Veranstaltungen im Al-Azhari-Institut für eine salafistische Auslegung des Islam.

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Aber auch der Institutsleiter selbst liefert ausreichend demokratiefeindliche Thesen. Der Kern der wiederkehrenden Botschaft von Mahmoud Ahmed ist, dass Werte und Normen der Scharia für alle Bereiche des Lebens passen und auch eingehalten werden müssten. Von Menschen gemachte Gesetze werden nicht nur in Frage gestellt, sondern sogar ausgeblendet. „Diese Einstellung verstößt eindeutig gegen das Rechtsstaatsprinzip des Grundgesetzes“, so ein Sprecher des Verfassungsschutzes.