Hand aufs Herz: Diese Hamburger verraten, wen sie wirklich wählen

Christina H.
Christina H. hat verraten, was sie auf dem Wahlzettel ankreuzen wird.

Die eigene Wahlentscheidung ist sehr persönlich. Und das Wahlgeheimnis für eine Demokratie unverzichtbar. Darüber aber zu sprechen und zu diskutieren, was einem wichtig ist in diesen Tagen, was einen bewegt und was man sich von den Parteien erhofft, kann wertvolle Inspiration sein. Diese Hamburgerinnen und Hamburger geben uns einen Einblick, wem sie am Sonntag bei der Bundestagswahl ihre Stimme geben werden.

Meli N.
Meli N.

Meli N. (32), Marienthal, Ergotherapeutin: „Ich habe schon gewählt, nämlich die Linke. Die setzen sich für Flüchtlinge ein und werden dazu nicht von Lobbyisten bezahlt.“

Christina H.
Christina H.

Christina H. (51), hat ihre Mutter gepflegt und wohnt in Mümmelmannsberg: „Meine Erststimme geht an die Grünen, meine Zweitstimme an die SPD. Ich möchte Rot-Grün gleichermaßen stärken.“

John Henry R.
John Henry R.

John Henry E. (26), Finkenwerder, Jurist und Commercial Officer: „Meine Familie ist seit fünf Generationen in der SPD, viele waren während der Nazizeit im KZ. Da ist es klar, dass man links bleibt.“

Janine von D.
Janine von D.

Janine von D. (63), Seevetal, ehrenamtlich bei den Johannitern Harburg: „Früher habe ich FDP gewählt, dieses Mal werde ich meine Zweitstimme der CDU geben. Eine starke Partei soll regieren, nicht wieder eine Ampel-Koalition, die sich nur gegenseitig blockiert.“

Tim M.
Tim M.

Tim M. (32), St. Georg, Erzieher für Menschen mit geistiger Behinderung: „Die Linke muss in den Bundestag, ich unterstütze auch die aktuelle Ukraine-Politik nicht. Die Linke will Menschen mit einem geringeren Einkommen entlasten und ist für die Reform der Schuldenbremse. Zu 90 Prozent wähle ich die Linke, zu 10 Prozent vielleicht Grün.“

Thea K.
Thea K.

Thea K. (25), Hamm, Studentin: „Umweltschutz und soziale Gerechtigkeit sind mir wichtig, deshalb wähle ich entweder die Grünen oder die SPD. Ich will, dass meine Stimme nicht vergeudet wird.“

Jörn R.
Jörn R.

Jörn R. (56), Steinbek (Kreis Stormarn), Schleusenmeister: „Ich wähle CDU. Früher habe ich SPD gewählt, doch die große Koalition hat schon mal nicht geklappt. Ich bin auch einfach kein Sympathisant von Scholz. Außerdem will ich die Grünen unbedingt verhindern.“

Kirsten R.
Kirsten R.

Kirsten R. (58), Witwe: „Ich habe schon fast immer die CDU gewählt, vorher auch mal die SPD. Aber Rot-Grün ist nicht gut, die Ampel hat auch nicht geliefert.“

Christian Gummig
Christian Gummig

Christian Gummig, Ottensen, Kommunikationsberater: „Aus meiner Sicht hängen von kompetenter Verteidigungs- und Wirtschaftspolitik aktuell alle anderen politischen Vorhaben ab. Ich wähle deshalb diesmal CDU, da hier leider nur von denen wirksame Impulse zu erwarten sind.“

Sarah T.
Sarah T.

Sarah T. (31), Horn, Studentin: „Ich wähle Die Linke. Wir sind in einem Klassenkampf, wir sollten nach oben kämpfen, nicht nach unten.“

Daniel W.
Daniel W.

Daniel W. (62), Bad Oldesloe, Angestellter: „Ich wähle die AfD. Ich wünsche mir mehr Mitspracherecht für die, vor allem in der Flüchtlingspolitik. Die AfD ist die einzige Partei, die die Ungerechtigkeit angehen will. Ich hab 40 Jahre gearbeitet, mich erwartet nur eine kleine Rente. Früher hab ich CDU gewählt.“

Martin K.
Martin K.

Martin K. (76), Mümmelmannsberg, Rentner: „Ich wähle die CDU, da SPD und Grüne vollkommen andere Dinge vertreten als ich. Ich habe auch kurz überlegt, AfD zu wählen, aber die sehen die Migration nicht so differenziert, wie sie nun mal ist.“

Thomas M.
Thomas M.

Thomas M. (65), Mümmelmannsberg, gelernter Friseur: „Ich wähle schon immer SPD, habe aber viel Vertrauen in die Politik verloren. Mein größter Wunsch derzeit: Deutschland muss wieder stärker und sicherer werden.“

Paulina B.
Paulina B.

Paulina B. (23), zieht in zwei Wochen nach Hamburg, Ergotherapeutin: „Die Linke entspricht meinem Weltbild. Außerdem setzt sie sich auch für das wichtige Thema Umweltschutz und eine inklusivere Migrationspolitik ein.“

Bela R.
Bela R.

Bela R. (19), Altona, Bundesfreiwilligendienstleistender: „Ich wähle die Linke wegen der sozialpolitischen Fragen, also Reiche stärker zu besteuern, Ärmere stärker zu entlasten, und wegen der Außenpolitik, die die Linke anstrebt.“

Said S.
Said S.

Said S. (69), Rahlstedt, Taxifahrer:„Ich bin gegen Krieg und Waffenlobbyisten. Die Linke ist mir bei diesen Themen nicht standhaft genug geblieben, deswegen wähle ich jetzt das BSW.“

Michael K.
Michael K.

Michael K. (45), Billstedt, aktuell arbeitssuchend: „Ich wäre gezwungen, etwas anderes zu wählen, da die Politik aber ohnehin ihre Versprechen nicht einhält, möchte ich lieber gar nicht zur Wahl gehen.“

Stefan M.
Stefan M.

Stefan M. (57), Eimsbüttel, Psychologe: „Die Grünen sind die einzige Partei, die sich wirklich für die Energiewende einsetzt und die auf die Basiswünsche der Menschen eingeht. Slava Ukraini!“

Maik
Maik

Maik (76), Dulsberg, ehem. Bierbrauer und Sozialarbeiter: „Ich war schon immer Kommunist, bin seit 1970 politisch aktiv. Heute wähle ich Die Linke.“

Inke I.
Imke I.

Imke I. (62), Rahlstedt, Betreuungskraft in Weiterbildung: „Ich wähle das Bündnis Sahra Wagenknecht (BSW), weil ich mir grundsätzlich eine strengere Migrationspolitik wünsche. Ich habe Sorge wegen der vielen Anschläge – die AfD wiederum ist mir aber einfach zu krass.“

Yvonne R.
Yvone R.

Yvone R. (48), Uhlenhorst, Projektmanagerin: „Ich wähle die Grünen, weil ich will, dass die zweitstärkste Partei werden. Und damit Chancen auf Gestaltung haben, vielleicht in der Regierung. Für die Bürgerschaft werde ich Volt wählen, denke ich.“

Thomas H.
Thomas H.

Thomas H., Fachkrankenpfleger für Anästhesie und Intensivmedizin: „Ich wähle die SPD, weil es die einzige Partei ist, die mit einem Pflegedeckel von 1000 Euro die Kosten für Pflegeplätze begrenzt. Für mich sind die wichtigsten Themen aktuell die Stabilisierung der Daseinsvorsorge, Ausbau der Infrastruktur, gerechte Steuern.“

Lorita B.
Lorita B.

Lorita B. (21), Billstedt, beginnt bald eine Ausbildung als Altenpflegerin: „Ich bin Nichtwählerin, weil ich mit den negativen Seiten der Parteien nicht zurechtkomme. Dabei liegen mir viele Dinge am Herzen – Gemeinschaft zum Beispiel. Und dass nicht alles immer teuer wird.“

Stephan F. Rebbe
Stephan F. Rebbe

Stephan F. Rebbe, Harvestehude, Unternehmer: „Nur viel (!) weniger Grün und noch weniger Rot wird unser Land voranbringen! Ein Parlament ohne die FDP, die für weniger Staat, mehr Eigenverantwortung und Freiheit im größtmöglichen Sinn steht, wäre für mich schwer zu ertragen.“

Felix P.
Felix P.

Felix P. (65), Hafenarbeiter: „Ich wähle die Linke, weil Gerechtigkeit die Wirklichkeit für alle werden muss. Wo nicht nach unten getreten, sondern mit einer geraden Linken nach oben geboxt wird. Ich bin dafür, dass wir alle gemeinsam dafür sorgen, dass sich niemand mehr entscheiden muss zwischen einer warmen Wohnung oder einem warmen Essen!“

Claudia N.
Claudia N.

Claudia N. (42), Altona, Krankenschwester für Notfallpflege: „Ich wähle die Linke, weil es die einzige Partei ist, die sich für bessere Arbeitsbedingungen in den Krankenhäusern einsetzt. Die Linke kritisiert die Ökonomisierung des Gesundheitswesens und die Fallpauschalen. Das teile ich, gerade dank der Erfahrungen in meinem Arbeitsumfeld.“

Giovanni P.
Giovanni P.

Giovanni P. (33), Barmbek-Nord, Sozialpädagoge: „Tierschutz ist mir sehr wichtig, deshalb wähle ich die Tierschutzpartei. Beim ‚Wahl-O-Mat‘ war die Partei bei mir auf Platz eins. Auch kleine Parteien sind Teil dieser Demokratie – dass meine Stimme vergeudet ist, lasse ich so nicht gelten.“

Lydia S.
Lydia S.

Lydia S. (36), Marienthal, Nachhaltigkeitsmanagerin: „Ich werde die Grünen wählen. Warum? Weil mir Nachhaltigkeits-Themen nun mal wirklich am Herzen liegen. Außerdem brauchen wir für unsere Zukunft unbedingt eine grüne Wirtschaftspolitik.“