Hamburgs schönster Brunnen sprudelt rot – Bezirksamt rätselt
Er ist der prächtigste Brunnen Hamburgs, stellt mit mehr als sieben Meter hohen Skulpturen eine dramatische Kampfszene dar – und sprudelt nun plötzlich in Rot: Unbekannte haben am Wochenende das Wasser des Stuhlmannbrunnens in Ottensen eingefärbt, wie bereits vor zehn Jahren. Wer hinter der Aktion steckt, ob die Farbe gefährlich ist – alles unklar.
„Der Vorfall ist dem Bezirksamt seit heute bekannt“, antwortete eine Sprecherin des Bezirksamtes Altona am Montag auf Anfrage der MOPO. „Wir stehen aktuell im Austausch mit dem Hamburger Institut für Hygiene und Umwelt, um kurzfristig eine Beprobung des Wassers durchzuführen.“
Das Ergebnis der Beprobung soll in einigen Tagen vorliegen, wie ein Sprecher des Bezirks ergänzt. „Darüber hinaus hat die Polizei vom Bezirksamt Altona eine Strafanzeige aufgenommen. Das Gelände wurde außerdem mit Absperrband gesichert.“ Sobald die Testergebnisse vorlägen, werde sich das Amt mit weiteren Stellen zum weiteren Vorgehen austauschen.
Rotes Wasser im Stuhlmannbrunnen – wieder einmal
Ende Mai 2016 gab es bereits einen ähnlichen Vorfall: Auch damals sprudelte rotes Wasser aus dem Brunnen. „Damals lag jedoch ein ,Bekennerschreiben‘ vor, das auf die Verwendung von Lebensmittelfarbe hinwies“, so die Sprecherin. „Bislang sind keinerlei Hinweise dieser Art beim Bezirksamt eingegangen.“
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Zeitgleich mit dem Vorfall vor zehn Jahren wurden auch in Köln mehrere Brunnen rot eingefärbt, wie der WDR berichtete. Dort fanden sich allerdings Graffiti mit dem Wort „Blut“ an den Wasserstellen. Es wurde daher spekuliert, es könne sich um eine Promo-Aktion für das damals erschienene Album „Blut“ des Rappers Farid Bang handeln.
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