Hamburgs Olympia-Gegner nehmen wichtige Hürde
Am 31. Mai stimmen die Hamburger über die Olympia-Bewerbung ihrer Stadt ab. Die Gegner der Bewerbung vermelden jetzt einen Erfolg.
Bei ihrem Protest gegen die Hamburger Olympia-Bewerbung hat die Initiative „NOlympia“ einen Erfolg erzielt. Nach eigenen Angaben haben die Olympia-Gegner in nur drei Wochen weit mehr als die erforderlichen 10.000 Unterschriften gesammelt, um ihrer Gegenpositionen in den Wahlunterlagen für das Olympia-Referendum am 31. Mai in Hamburg veröffentlichen zu können.
Fast 19.500 Unterschriften für Initiative „NOLympia“
Diese insgesamt 19.423 Unterschriften wurden dem Hamburger Landeswahlamt an diesem Samstag übergeben. Zum Vergleich: Die zuletzt erfolgreiche Volksinitiative vom Hamburger Zukunftsentscheid hatte zu Beginn im Jahr 2024 insgesamt 23.316 Unterschriften in vier Wochen gesammelt. Die gescheiterte Volksinitiative „Schluss mit Gendersprache…“ war im Jahr 2023 innerhalb von fünf Monaten auf 16.457 Unterschriften gekommen.
In den kommenden Tagen wird jetzt überprüft, ob sich bei „NOlympia“ Unterschriften doppeln und ob alle von stimmberechtigten Hamburgerinnen und Hamburgern stammen. Die Initiative „NOlympia“ beschreibt sich selbst als dezentrale Gruppierung ohne feste Anbindung an eine Partei oder Organisation. Sie arbeitet ehrenamtlich und spendenfinanziert.
Initiative wirbt für Ablehnung der Olympia-Bewerbung
Ableger von „NOlympia“ gibt es auch an den Standorten der drei anderen deutschen Bewerber München, Berlin und Rhein-Ruhr. In Hamburg wirbt die Initiative konkret dafür, bei der Bürgerabstimmung über eine Olympia-Bewerbung für die Spiele 2036, 2040 oder 2044 mit „Nein“ zu stimmen.
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„Jeder Euro, der in das 30-Tage-Megaevent fließt, fehlt zum Beispiel bei Bildung, Mobilität, Wohnungsbau und sozialen Einrichtungen“, heißt es unter anderem in der Stellungnahme von „NOlympia“. Ziel der Initiative ist es, dass diese Stellungnahme in den Wahlunterlagen neben den Standpunkten des Senats und der fünf Hamburger Bürgerschaftsparteien erscheint. Dafür brauchte es in einem ersten Schritt 10.000 Unterschriften, die in einer Zeit vom 31. Januar bis zum 20. Februar gesammelt werden mussten. (dpa/mp)
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