Hamburgs Gastro-Meile mit „Tam Tam“: Hier wird bald geschlemmt ohne Ende
Knallig, bunt, laut: Wohl die drei meistgenutzten Wörter bei der Vorstellung der Pläne für die neuen Gastro-Räume im Untergeschoss des Hanseviertels (Neustadt). Nach 15 Jahren Leerstand soll bald ein Food-Market mit dem klangvollen Namen „Le big Tam Tam“ auf die Fläche des legendären Mövenpick-Restaurants ziehen. Die Gastronomen stehen bereits fest – und gaben am Freitagmittag einen ersten Vorgeschmack auf das, was die Besucher erwartet.
Was bis 2007 noch ein zentraler Treffpunkt mit Salatbar, Café und Restaurant war, ist heute Baustelle. Auf der knapp 2000 Quadratmeter großen ehemaligen Mövenpick-Fläche im Untergeschoss des Hanseviertels sind Arbeiter im Auftrag der CBRE Investment Management Germany GmbH dabei, alles für die sechs Läden vorzubereiten, in denen die Besucher ab Sommer 2023 essen können.
Diese Gastronomen kommen ins Hamburger Hanseviertel
Im „Miguélez“ will Gastronom Miguel Zaldívar traditionelle mexikanische Küche neu interpretieren. Da wird es zum Beispiel Ceviche – ein Fischgericht mit Gemüse in einem Sud aus Limettensaft – und frittierte Tacos geben. Ein neuer Standort des „Überquell“ vom St. Pauli Fischmarkt wird für Pizza und Craft-Beer sorgen. Im „MOMO Ramen“ wird Ramen aufgetischt. Und Niels Berschneider – bekannt von „Berta Emil Richard Schneider“ (Kampstraße) und „Rain Cafeatery“ (Große Rainstraße) – eröffnet ein Lokal rund ums Hähnchen.
Im „Underdocks“ wird es kreative Fischbrötchen geben, wie sie bereits am Neuen Kamp serviert werden. Und auch der „Haco“-Inhaber, mit seinem Lokal in der Clemenz-Schultz-Straße Gewinner des Awards „Hamburgs Restaurant des Jahres 2022“, Björn Juhnke, wird mit seinen Desserts und Backwaren vertreten sein – da soll es zum Beispiel Pralinen, Macarons und Tartes, aber auch Sauerteig- und Schwarzbrot, Brioches und Zimtrollen geben.
Gastronom Björn Juhnke freut sich schon sehr auf die Eröffnung: „Dieses Konzept ist wahnsinnig spannend“, sagt er. „Hier entsteht gar keine Systemgastronomie, wir sind nur kleine, individuelle Gastronomen, wie zum Beispiel in der Schanze. Wir kannten uns schon vorher, die Stimmung ist super.“
Das könnte Sie auch interessieren: Fünf süße Food-Trends: Hier schlemmen Hamburgs Naschkatzen
Zentraler Treffpunkt im „Le big Tam Tam“ wird übrigens eine Bar, an der alle Gastronomen zusammenarbeiten. Der Anspruch ist hoch: Der „Food Market“ soll „das neue Herzstück der Hamburger City“ werden, heißt es.