Hamburgs bester Live-Club wird gerettet – unter einer Bedingung
Zum vierten Mal wurde das „Uebel & Gefährlich“ im vergangenen Jahr als Hamburgs bester Live-Club ausgezeichnet. Trotzdem kämpft auch der Club im Feldstraßenbunker mit steigenden Kosten und einer unsicheren Zukunft. Jetzt wollen SPD und Grüne ihm gemeinsam mit einer ordentlichen Summe unter die Arme greifen – aber nur nach einer wichtigen Einigung.
Live-Musik, Lesungen und durchtanzte Nächte – das „Uebel & Gefährlich” ist in Hamburg eine feste Größe der Clubszene. Im November 2024 gab es dafür sogar zum vierten Mal den höchsten nationalen Preis, den Applaus-Award, in der Kategorie „Bestes Liveprogramm“.
„Uebel & Gefährlich“ soll renoviert werden
Doch der Club hat inzwischen einige Baustellen: Alte Böden, renovierungsbedürftige WCs und mangelnde Barrierefreiheit. 265.000 Euro wird all das voraussichtlich kosten. Im Juni und August 2026 soll der Umbau beginnen. Zusätzlich belastet die Clubkasse eine Mieterhöhung, die nach der Fertigstellung des Bunkerneubaus angekündigt wurde.
Jetzt wollen SPD und Grüne mit einem gemeinsamen Antrag in der Bürgerschaft dem „Uebel & Gefährlich“ helfen. Bis zu 100.000 Euro aus dem Sanierungsfonds wollen die Regierungsfraktionen für den barrierefreien Ausbau zur Verfügung stellen.
Für die Auszahlung des Geldes gibt es allerdings eine Bedingung: Vermieter und Clubbetreiber sollen sich auf einen „langfristig moderaten Mietzins” einigen. Zusätzlich soll in einem Vertrag festgehalten werden, dass die Räume auch im Falle einer Geschäftsaufgabe durch die derzeitigen Betreiber bis mindestens Ende 2040 an einen Livemusik-Club vermietet werden.
So sollen Barrieren im Club verschwinden
„Schließlich hat der Club eine hohe Bedeutung für unsere Stadt und braucht für die Zukunft Planbarkeit und Sicherheit“, sagt René Gögge, kulturpolitischer Sprecher der Grünen-Fraktion. „So schaffen wir die Grundlage dafür, dass das „Uebel & Gefährlich“ noch viele Jahre lang ein Ort für Stars, kreative Talente und beste Unterhaltung bleibt.“
„Mit einem angepassten Bodenbelag mit Sicherheitsmarkierungen sowie Rampen für einen stufenlosen Zugang zu Bar und Sanitäranlagen können sich alle Gäste nach der Sanierung ohne zusätzliche Hilfe im Club bewegen”, ergänzt Hansjörg Schmidt, Sprecher für Kreativwirtschaft der SPD-Fraktion. „Die Sanitäranlagen werden umgestaltet und sollen die Anforderungen vollständiger Barrierefreiheit erfüllen. Kulturelle Teilhabe darf keine Frage der Mobilität sein.”
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Über den Antrag wird die Bürgerschaft in ihrer nächsten Sitzung am 26. Februar abstimmen.