Außenwerbung

Außenwerbung steht in Hamburg fast an jeder Ecke (Symbolbild). Foto: IMAGO / Hanno Bode

So soll Hamburgs Außenwerbung umweltfreundlicher werden

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Zum Jahresende 2026 laufen die Verträge für Hamburgs öffentliche Werbeflächen aus – etwa 5000 Flächen, zum Beispiel an Bushaltestellen oder Litfaßsäulen, sind davon betroffen. Mit der Neuausschreibung der Verträge soll sich nun einiges ändern: Hamburgs Regierungsfraktionen setzen sich dafür ein, dass Außenwerbung in Hamburg künftig noch umweltfreundlicher gestaltet wird und Bushäuschen ihren Teil dazu beitragen.

Innovative Displaytechniken, weniger Lichtverschmutzung und weniger blinkende Effekte – das soll der Senat nach Ansicht von SPD- und Grünen-Fraktion bei der Ausschreibung der neuen Werbeverträge beachten. Außerdem soll die verpflichtende Nutzung von Ökostrom erhalten bleiben und die Zahl der Werbeflächen auf ein „angemessenes“ Maß reduziert werden. Nachts müssen die Außenwerbeflächen weiterhin abgeschaltet werden.

„Zudem sollen Haltestellen mit Werbedisplays ihren Strom künftig teilweise durch Solarmodule auf dem Dach selbst herstellen und häufiger begrünt werden – damit leisten auch sie einen Beitrag zum Klimaschutz in unserer Stadt“, sagt Rosa Domm, Mobilitätsexpertin der Grünen-Fraktion. „Und nicht zuletzt sollen die Verträge verlässliche Einnahmen für die Stadt sichern. Unser Anspruch ist klar: ein fairer Ausgleich zwischen Werbung, Stadtbild, Komfort und Sicherheit“, ergänzt Ole Thorben Buschhüter, Verkehrsexperte der SPD.

Forderungen erinnern an „Hamburg Werbefrei“

Weniger Energieverbrauch durch Außenwerbung – da klingelt etwas: Tatsächlich erinnern einige der Forderungen in abgeschwächter Form an das gescheiterte Volksbegehren „Hamburg Werbefrei“ aus dem Frühjahr. Für einen Volksentscheid hätten sie 66.000 Unterschriften sammeln müssen – am Ende fehlten knapp 15.000.

Die Initiative argumentierte, dass digitale Außenwerbung dem Klima schade, Energie koste und vom Straßenverkehr ablenke. Während die Initiative um Stimmen rang, schaltete der „Fachverband für Außenwerbung“ (FAW) eine bundesweite Kampagne für Außenwerbung, was zu Streitigkeiten führte, die bis vors Verfassungsgericht führten.

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Die aktuellen Verträge der Stadt mit den Webern von JCDecaux/Wall GmbH sowie der DSM Deutschen Städte Medien GmbH/Ströer laufen seit 2009. Im kommenden Jahr werden sie neu ausgeschrieben. Über den Antrag der Regierungsfraktionen wird die Bürgerschaft voraussichtlich am 14. Januar beraten.

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