Hamburgerin gewinnt Traumhaus auf Nordseeinsel
Der Hauptpreis der Verlosung ist 2,1 Millionen Euro wert und umfasst ein komplett eingerichtetes Traumhaus. Hamburgerin Birgit plant, ihren Erstwohnsitz noch 2026 nach Föhr zu verlegen.
Zusammenfassung:
- Hamburgerin Birgit gewinnt den Hauptpreis bei der Traumhausverlosung
- Das komplett eingerichtete Traumhaus hat einen Wert von 2,1 Millionen Euro
- Gewinnerin Birgit plant den Umzug nach Föhr noch für 2026
„Es fühlt sich immer noch surreal an – ich habe vorher noch nie was gewonnen“, sagt Birgit (62) etwas atemlos. Sie steht vor einem schmucken, reetgedeckten Friesenhaus im Föhrer Dorf Utersum. Vor ihrem Haus. Birgit hat bei der Traumhausverlosung den Hauptpreis im Wert von 2,1 Millionen Euro gewonnen.
Und obwohl sie für die Schlüsselübergabe nun mit einem ganzen „Traumhaus-Team“ auf der Insel ist und das – übrigens komplett eingerichtete – Haus natürlich auch schon bis in die letzte Ecke erkunden konnte, ist sie noch etwas fassungslos.
Wie ein Krimi: Die Geschichte eines Millionengewinns
Nie wird sie vergessen, wie sie von dem Gewinn erfahren hat. „Ich hab eine E-Mail von Lotto24 bekommen“, erzählt Birgit. „Herzlichen Glückwunsch, Sie haben gewonnen“, hieß es dort. Und dass es ein Sachpreis sei. Mehr nicht. „Ich spiele hin und wieder Lotto, wenn der Jackpot groß ist und das Konto gut gefüllt“, sagt sie.
Manchmal kreuzt sie noch eine Zusatzoption an für die Glücksspirale, eine monatliche Sofortrente – oder eben auch mal für die Traumhausverlosung. In diesem Fall gibt sie 25 Euro zusätzlich für ein Paket von 40 Traumhaus-Losen aus. „Ich hatte das aber ehrlicherweise schon vergessen“, gesteht sie.
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Sie antwortet auf die Mail von Lotto24 und fragt, was sie gewonnen habe. „Da kam zurück: im Moment viel zu tun, wir melden uns bald“, erinnert sich Birgit. Dann ein Anruf mit unbekannter Nummer auf ihrem Handy, sie geht nicht ran. Man weiß ja nie. Doch die Nachricht auf dem Anrufbeantworter ist von Lotto24, sie möge sich melden. „Da wurde mir ein bisschen mulmig“, sagt Birgit.
Sie ruft die Nummer zurück, dran ist Günter Kupich, der bei Lotto24 für die Gewinnerbetreuung zuständig ist. „Er hat mir nicht gesagt, was ich gewonnen habe, aber eine Taxifahrt zur Lotto24 AG für mich arrangiert.“ Normalerweise werden Gewinner über Video-Calls benachrichtigt, aber die Lotto24 AG sitzt in Hamburg, da bot sich in diesem Fall ein persönliches Treffen an.
Birgits Sohn Niklas (30) ist anfangs skeptisch. „Seine erste Reaktion war: ‚Mama, das ist ein Fake! Guck dir das genau an!‘“ Heutzutage sei man bei solchen Nachrichten eben vorsichtig, erklärt Niklas seine anfängliche Zurückhaltung. Erst nach eigener Recherche und der Bestätigung, dass Günter Kupich ein offizieller Gewinnerbetreuer ist, weicht das Misstrauen.
„Bei Lotto24 haben sie uns in einen Raum gesetzt mit einem großen Fernseher drin, dann hieß es: ‚Film ab.‘ Und dann war da das Haus. Nicht nur bei Birgit fließen Tränen. „Wir waren als Familie immer sehr bodenständig. Wir hatten nicht viel Geld“, erzählt Sohn Niklas sichtlich gerührt. Dass seine Mutter nun, kurz vor dem offiziellen Ende ihrer aktiven Phase in der Altersteilzeit, ein „erfülltes Leben ohne Kopfschmerzen über ihre Rente“ führen kann, ist für ihn das schönste Geschenk.
Was Hamburgerin Birgit mit dem Föhrer Traumhaus vorhat
„Wir behalten das Haus auf jeden Fall“, erklärt Birgit bestimmt. „Das soll ein Ort für die ganze Familie werden.“ Auch wenn sie weiterhin regelmäßig nach Hamburg fahren will: „Der erste Wohnsitz wird auf die Insel verlegt, wahrscheinlich noch in diesem Jahr.“ Auf Föhr war Birgit zuvor erst einmal als Kind. „Ich war acht oder neun Jahre alt, da war ich hier mit meinen Eltern und meiner Schwester“, erinnert sie sich. „Ich weiß noch, dass wir immer von einer Seebrücke aus nach Krebsen geangelt haben.“
Während Birgit schon ihr künftiges Haus kennenlernen konnte, ahnt ein wichtiges Familienmitglied noch nichts von dem Glück. Birgits zweiter Sohn, Patrick, befindet sich derzeit noch auf der Rückreise aus Japan. Birgit und Niklas haben sich eine besondere Enthüllung überlegt: Am kommenden Muttertag soll die Nachricht beim gemeinsamen Kaffeetrinken verkündet werden. „Niklas muss den Fernseher anschmeißen und den Traumhaus-Film [Werbefilm zum Gewinn, Anm. der Red.] zeigen. Dann geht die Party ab“, freut sich Birgit schon jetzt auf das Gesicht ihres Sohnes Patrick.
Gänsehaut pur auch bei der „Glücksfee“
Auch für Friederike Sistani von Lotto24, die als „Glücksfee“ der Traumhausverlosung die Übergaben begleitet, ist es ein besonderer Tag. „Den Gewinnern Bescheid zu geben und alles zu arrangieren, ist unglaublich emotional. Wir nennen das immer unsere ‚Weihnachtswoche‘“, beschreibt sie das Gefühlschaos auch des Teams bei der Gewinnerbenachrichtigung. Für Sistani und ihre Kollegen endet die Betreuung nicht mit der Schlüsselübergabe. Sie begleiten Birgit nun Schritt für Schritt – mindestens bis zum Notartermin.
Bei all dem Glück freut sich Birgit riesig, dass die „Traumhausverlosung“ eine Soziallotterie für einen guten Zweck ist: Bei jeder Verlosung kommt ein Teil des Erlöses einem Charity-Partner zugute. Der Partner diesmal: die Stiftung Deutsche Sporthilfe, die Spende von der „Traumhausverlosung“ fließt in die Nachwuchsförderung. „Für mich ein absolutes Herzensanliegen“, sagt Birgit. Sie war in ihrer Jugend selbst Leistungssportlerin in der Leichtathletik.
Gleich nach dem Interviewtermin müssen Birgit, Niklas und das Team der „Traumhausverlosung“ ihre Taschen packen und zur Fähre, die Rückreise nach Hamburg steht an. Doch für Birgit ist diese Rückreise nur vorübergehend: Bald wird sie ihr neues Leben auf Föhr beginnen. Ihre künftigen Nachbarn hat sie schon getroffen. „Alle Menschen haben mich hier unglaublich herzlich aufgenommen, ich freue mich riesig auf die neue Nachbarschaft“, strahlt sie. (Dieser Artikel erschien zuerst auf SHZ.de.)