Hamburger Unternehmer auf der Nordsee ermordet? Fall bei „Aktenzeichen XY“
Vor knapp zwei Jahren wurde die Leiche des Hamburger Speedboot-Unternehmers Frank Procopius aus der Nordsee gezogen – im Neoprenanzug und mit Kabelbinder um den Hals. Bis heute steht die Todesursache nicht fest. Am heutigen Mittwochabend versucht die erfolgreiche ZDF-Sendung „Aktenzeichen XY … ungelöst“, Licht ins Dunkle zu bringen. Auf zielführende Hinweise ist eine hohe Belohnung ausgesetzt.
Frank Procopius, Leiter von „RIB-Piraten“, schickte beruflich Touristen mit seinen bis zu 90 km/h schnellen Speedbooten über die Elbe, in seiner Freizeit fuhr er auch gern mal selbst. Auch am 29. April 2024: Schon morgens brach er von dem Fluss aus zu einer Tour auf die Nordsee auf.
Wasserleiche von Hamburger Unternehmer gefunden
Doch er kehrte nie zurück: Am frühen Abend meldete seine Lebensgefährtin den Mann als vermisst, bei einer Suchaktion fanden Ermittler sein verlassenes Boot 46 Kilometer von Cuxhaven entfernt. Procopius selbst blieb vorerst verschollen, bis Vogelschützer auf der Nordseeinsel Süderoogsand am 9. Juli seine Leiche aus der Nordsee zogen – mit einem Neoprenanzug und Kabelbinder um den Hals gezurrt, wie die „Bild“ damals schrieb.
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Bei der Fahndung nach den Tätern setzt die Polizei jetzt auf „Aktenzeichen XY … ungelöst“: In der Sendung am Mittwochabend wurde der Fall vorgestellt.
Belohnung von 7000 Euro für Hinweise
Ferner wurde ein Anschluss für anonyme Hinweise eingerichtet unter Tel. 0160 20 68 666. Und es besteht die Möglichkeit, über das Hinweisportal der Landespolizei (https://sh.hinweisportal.de/) Fotos, Videos sowie allgemeine Hinweise hochzuladen.
Konkret gesucht werden Hinweise zu den Umständen der verhängnisvollen Bootsfahrt, die gegen 08.30 Uhr an der Anlegestelle im „Gewerbepark Grünendeich“ im Landkreis Stade begann. Außerdem interessieren die Ermittler Beobachtungen im Bereich der Außenelbe-Reede sowie sonstige verdächtige Wahrnehmungen oder mögliche Hintergründe. Für Hinweise, die zum Auffinden der Täter führen, ist eine Belohnung von 7000 Euro ausgesetzt. (prei)
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