Der Hamburger Kaffee-Großhändler „Benecke Coffe”

Der Hamburger Kaffee-Großhändler „Benecke Coffee” ist insolvent – nun wird ein Käufer gesucht. (Symbolbild) Foto: picture alliance / Shotshop | Antonio Gravante

Hamburger Traditionsbetrieb insolvent – so geht es jetzt weiter

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Nahe dem Hamburger Hafen handelt „Benecke Coffee“ seit 31 Jahren mit Kaffeebohnen – nun ist das Unternehmen in die Insolvenz gerutscht.

Bereits Ende Oktober 2025 stellte Benecke einen Insolvenzantrag und versuchte, die finanzielle Schieflage eigenständig zu überwinden – ohne Erfolg. Zuerst hatte das „Abendblatt” berichtet. Nun hat Insolvenzverwalter Tobias Brinkmann übernommen. Er sucht einen Käufer für „Benecke Coffee” und die 14 Beschäftigten.

„Benecke Coffee“ ist insolvent – Verkaufschancen stehen gut

Die Chancen stehen laut Brinkmann gut: Es gebe bereits mehrere Interessenten, die Mitarbeiter seien qualifiziert und im Geschäftsjahr 2023/24 erzielte Benecke bei rund 70 Millionen Euro Umsatz einen Gewinn. Vor allem die Spezialkaffee-Sparte „Rehm & Co” läuft gut. Doch Turbulenzen am Kaffeemarkt, betriebliche Probleme und nicht mehr stemmbare Bankkredite brachten das Unternehmen in die Schieflage. Ein geplanter Verkauf kam bis heute nicht zustande.

Das Hamburger Traditionshaus „J.J. Darboven” war ein potenzieller Käufer. Dessen Sohn Arthur Darboven hält 50 Prozent an „Benecke Coffee”. Ob Darboven auch als Käufer infragekommt, ist derzeit aber offen.

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Für die Beschäftigten gibt es vorerst Entwarnung: Der Betrieb läuft weiter, die Gehälter sind gesichert – nun aus der Insolvenzmasse. (mp)

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