Stadtreinigung

An der Müllverwertungsanlage Rugenberger Damm will die Stadtreinigung mit einem Pilotprojekt starten. Foto: Stadtreinigung Hamburg

Mit Millionen-Förderung: Stadtreinigung startet neues Klima-Pilotprojekt

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Für die Hamburger Stadtreinigung gibt’s zum Jahresende noch eine besonders gute Nachricht: Der Bund fördert ein neues Pilotprojekt zur Abscheidung von CO₂, das bei der Müllverbrennung, entsteht, mit mehreren Millionen Euro. Anhand einer kleinen Modellanlage will die Stadtreinigung erproben, wie die Technik später im großen Stil zum Einsatz kommen kann. Umweltsenatorin Katharina Fegebank (Grüne) spricht von „einem wichtigen Meilenstein auf dem Weg zur Klimaneutralität“.

Die neue Pilotanlage soll ab Anfang kommenden Jahres an die Müllverwertungsanlage Rugenberger Damm angeschlossen werden, um CO₂ aus dem Abgas der Anlage abzuscheiden. Innerhalb der nächsten zwei bis drei Jahre soll die Anlage dann intensiv auf Effizienz, Zuverlässigkeit und den Einsatz im Langzeitbetrieb getestet werden. Insgesamt 3,3 Millionen Euro Fördergelder gibt es dafür vom Bundeswirtschaftsministerium.

Stadtreinigung startet Pilotprojekt

Währenddessen laufen bereits Planungen für eine größere Abscheideanlage an der neuen Müllentsorgungsanlage, die derzeit in Stellingen gebaut wird. „Ohne den zukünftig großtechnischen Einsatz dieser Abscheidetechnik ist eine Klimaneutralität für uns nicht zu erreichen. Daher bin ich sehr gespannt auf die wichtigen Ergebnisse und Erkenntnisse des Projektes“, sagte Rüdiger Siechau, Geschäftsführer der Stadtreinigung.

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Das abgeschiedene CO₂ der großen Anlage soll später gespeichert oder für die Herstellung neuer Produkte wie Kraftstoff verwendet werden. Ende November dieses Jahres hat die Bundesregierung beschlossen, dass in Zukunft die Speicherung großer CO₂-Mengen im Boden zulässig sein soll.

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