Hamburger Parteibüros heißen auf Google Maps jetzt „Eierhaus“ – CDU reagiert

CDU-Eierhaus
Auf Google Maps hat jemand für Hamburg das Abgeordnetenbüro des fiktiven CDU-Abgeordneten „Egbert von Eierhaus” erstellt.

Protest gegen Merz: Mehrere Geschäftsstellen der CDU heißen deutschlandweit auf Google Maps plötzlich „Eierhaus“. Auch in Hamburg sind die Bezeichnungen von Parteizentralen in mehreren Bezirken manipuliert worden. In der Innenstadt findet sich nun sogar ein fiktives Parteibüro des Abgeordneten „Egbert von Eierhaus” mit ersten Rezensionen. Die CDU-Hamburg findet die Aktion auf Nachfrage gar nicht witzig.

Die ersten Meldungen über die Umbenennung der CDU-Parteizentralen gingen am Mittwochabend ein. Aus der Hamburger Zentrale am Leinpfad war ebenfalls ein „Eierhaus“ geworden. Inzwischen ist dieser Namenswechsel zwar rückgängig gemacht worden, doch in Bezirken wie Wandsbek, Eimsbüttel oder Bergedorf heißen die Zentralen weiterhin so.

Hamburger CDU: „Da hat wohl jemand Ostern verpasst”

An den Alsterarkaden hat jemand sogar das „CDU Eierhaus Abgeordnetenbüro Egbert von Eierhaus“ erstellt. Es hat bereits fünf Rezensionen: „Zu viele glänzende Eier in diesem Haus“, schreibt ein Nutzer.

CDU-Eierhaus
Die CDU-Parteizentrale am Leinpfad hieß am Mittwoch ebenfalls noch „Eierhaus“ – inzwischen wurde der Name wieder geändert (Archivbild).

Die Hamburger CDU findet das gar nicht lustig: „Da hat wohl jemand Ostern verpasst. Verspätete Eierwitze sind ungefähr so originell wie ein abgelaufener Schokohase. Das ist nicht humorvoll, sondern schlicht daneben und fehl am Platz“, sagt Dennis Gladiator, parlamentarischer Geschäftsführer der CDU-Bürgerschaftsfraktion, auf MOPO-Anfrage.

Hintergrund des CDU-Eierhauses

Initiiert wurde die Aktion offenbar von dem Nutzer „saftsackbeats“ der sich auf der Plattform „Threads“ vor zwei Tagen dazu bekannt hatte. „Lieber Friedrich, da du dich öffentlich dazu geäußert hast, dass die Leute ruhig so viel demonstrieren können, wie sie wollen, habe ich dich beim Wort genommen“, schreibt er.

„Immer mehr Standorte der CDU heißen von nun an ‚CDU Eierhaus‘. Da inhaltlich nichts Relevantes gelöscht wird, entsteht euch hierdurch keinerlei finanzieller Schaden. Dies ist eine Demonstration gegen deine mutmaßlich menschenrechtsverachtenden Statements und Vorhaben. Kussi, Dein Safti.” Seitdem verfolgt und postet der Account regelmäßig die neuesten Änderungen.

Der Protest rund um die Ostertage kann eine symbolische Bedeutung haben. Hintergrund ist aber auch ein Vorfall in Berlin im März 2026. Bei einer Demo gegen die neue Wehrpflicht hatte ein 18-jähriger Schüler ein Plakat mit dem Spruch „Merz leck Eier” hochgehalten. Das Schild wurde von der Polizei beschlagnahmt. Zudem wurden Ermittlungen wegen des Verdachts auf üble Nachrede und Verleumdung eingeleitet. Der Spruch wird seither häufig als Protest-Meme verwendet. So führt etwa die Domain „leck-meine-eier.de” direkt zur Website von Friedrich Merz.

Google Maps: Warum kann man Orte einfach umbenennen?

Google Maps setzt vor allem auf Nutzerbeiträge. Jeder kann fehlende Orte oder Änderungen vorschlagen. Diese sollen dann von Google überprüft und geändert werden. Diese Überprüfung hat im vorliegenden Fall wohl nicht geklappt. In anderen Bundesländern sind ebenfalls zahlreiche CDU-Eierhäuser aufgetaucht – in Bayern auch einige „CSU Söder isst Eierhaus”-Standorte.

Die CDU Hamburg kündigte gegenüber der MOPO an, bei Google eine Verifizierung ihrer Parteistandorte vornehmen zu lassen, damit Änderungen strenger überprüft werden. Die CDU-Bürgerschaftsfraktion sei bereits verifiziert.

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Protest mithilfe von Änderungen in Karten auszudrücken, scheint gerade ein neuer Trend zu werden. Erst kürzlich hatte jemand den Ort El Arenal auf Mallorca in der Karten-App von Apple zu „Betrunkene“ umbenannt. Mittlerweile wurde der Name korrigiert.

Protest gegen Merz: Mehrere Geschäftsstellen der CDU heißen deutschlandweit auf Google Maps plötzlich „Eierhaus“. Auch in Hamburg sind die Bezeichnungen von Parteizentralen in mehreren Bezirken manipuliert worden. In der Innenstadt findet sich nun sogar ein fiktives Parteibüro des Abgeordneten „Egbert von Eierhaus” mit ersten Rezensionen. Die CDU-Hamburg findet die Aktion auf Nachfrage gar nicht witzig.