Hamburger Nobel-Restaurant vor dem Aus: Die Ente ist insolvent
Das „Le Canard“ an der Elbe ist ein Treffpunkt für kulinarische Feinschmecker, die das nötige Kleingeld mitbringen. Doch nach nur knapp einem Jahr unter der Führung von Gastronom Jakob Hielscher sind die Türen des Restaurants schon wieder zu – ein Insolvenzverfahren wurde eröffnet.
Mehrere Größen in der Gastro-Szene haben bereits im „Le Canard“ am Herd gezaubert: Josef Viehauser, Ali Güngörmüş oder Norman Etzhold, alle mit Michelin-Stern dekoriert. Letzterer blieb nur ein Jahr in dem Restaurant an der Elbchaussee, er verabschiedete sich im Juni 2020.
Restaurant Hamburg: Jakob Hielscher übernahm 2024
Jakob Hielscher übernahm das „Le Canard“ im August 2024 nach vier Jahren Leerstand. Doch seit Dezember 2025 ist der Betrieb offenbar eingestellt, wie das „Abendblatt“ berichtet. Online-Reservierungen sind nicht mehr möglich. „Keine Tische verfügbar“, sagt die Seite – egal, an welchem Datum. Eine MOPO-Anfrage an Hielscher blieb unbeantwortet.

Für das Insolvenzeröffnungsverfahren, das vom Amtsgericht Hamburg am 5. Januar angeordnet wurde, ist Jennie Best von der Hamburger Kanzlei Reimer Rechtsanwälte als Insolvenzverwalterin vorgesehen.
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Hielscher machte bereits seine Ausbildung zum Koch in Hamburg. Damals im Sofitel am Alten Wall, später arbeitete er im Hamburger Empire Riverside Hotel. Der Eigentümer der Immobilie, in dem das „Le Canard“ sitzt, ist die Familie des 2022 verstorbenen Stararchitekten Meinhard von Gerkan, dessen Architektenbüro sich im selben Gebäude befindet.
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