Tausende versammelten sich am Samstag in der Innenstadt, um gegen die Energiepolitik von Wirtschaftsministerin Reiche zu demonstrieren.

Tausende versammelten sich am Samstag in der Innenstadt, um gegen die Energiepolitik von Wirtschaftsministerin Reiche zu demonstrieren. Foto: CityNewsTV

15.000 Menschen demonstrieren in Hamburg gegen Reiches Energiepolitik

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Die Ankündigung von Wirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU), den Ausbau der erneuerbaren Energien stark einzuschränken und in erster Linie auf Gaskraft zu setzen, sorgt für massive Empörung unter Klimaschützern. Am 18. April rufen Initiativen gemeinsam zu Demonstrationen in mehreren deutschen Großstädten auf – auch in Hamburg.

„Katherina Reiche setzt alles daran, die Klimakrise weiter zu befeuern und erneuerbare Energien auszubremsen. Diese zerstörerische Politik nehmen wir nicht hin!“, sagte Annika Kruse von „Fridays for Future” Hamburg im Vorfeld der Demo. Die Klimakrise eskaliere weltweit, Energiekosten stiegen und die schwarz-rote Bundesregierung habe keinerlei Pläne für eine gerechte Zukunft. „Dabei sind die Lösungen schon lange klar: Es braucht jetzt saubere und bezahlbare erneuerbare Energie für alle!“, so Kruse.

Mehr als doppelt so viele Teilnehmende wie erwartet

Die Organisatoren hatten mit bis zu 7000 Teilnehmenden am Demozug „Erneuerbare Energien verteidigen“ gerechnet, tatsächlich kamen deutlich mehr: Rund 15.000 Menschen demonstrierten auf der Route vom Jungfernstieg über die Mönckebergstraße zur Lombardsbrücke, von dort aus zum Stephansplatz und schließlich zurück zum Jungfernstieg.

„Es war friedlich und alles ist problemlos abgelaufen“, sagte ein Polizeisprecher über die Demonstration. Die Forderung „100 % erneuerbare Energie jetzt“ war auf einem der Schilder zu lesen, auf einer Schildmütze waren kleine Solaranlagen zu sehen.

Hamburg: Massenprotest gegen Plan von Katherina Reiche

Gemeinsam mit Campact, der Deutschen Umwelthilfe, Greenpeace, dem WWF, der Paritätischen, Germanzero und Germanwatch hat Fridays for Future zu der Demo aufgerufen. Neben Hamburg sind auch Proteste in Berlin, München und Köln angekündigt worden. „Allen voran will Katherina Reiche jeglichen Fortschritt zurückdrehen. Sie hetzt gegen Wind- und Solarkraft und will sogar die europäischen Klimaziele abschaffen“, sagte Kruse weiter.

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Ende März hatte die Bundesregierung ihr neues Klimaschutzprogramm vorgestellt. Wirtschaftsministerin Reiche plant unter anderem, den Ausbau der Erneuerbaren auszubremsen, weil der benötigte Netzausbau teuer und ineffizient sei. In Bezug auf Solarförderung plant sie einen Abbau von Subventionen. (abu/dpa)

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