Hamburger Hauptstraße wird komplett umgebaut – zwei Jahre Bau-Stress!
Die Fahrbahn ist rumpelig und die Radwege kaum existent: Deshalb soll die Elbgaustraße, die täglich von bis zu 36.000 Fahrzeugen genutzt wird, ab Ende Mai komplett umgebaut werden – und das für zwei Jahre! Dagegen hatte sich im Vorfeld starke Kritik geregt, weswegen die Pläne noch einmal überarbeitet werden mussten. Autofahrer müssen sich auf Umleitungen und Vollsperrungen einstellen. Was genau geplant ist und wie der Verkehr gelenkt wird.
Im Detail geht es um den 1,8 Kilometer langen Abschnitt zwischen Farnhornweg und Niekampsweg. Hier soll nicht nur die Fahrbahn erneuert, sondern gleichzeitig auch Rad- und Gehwege ausgebaut werden. Aktuell müssen Radfahrer auf der Elbgaustraße, die durch die Stadtteile Eidelstedt und Lurup führt, noch teilweise zusammen mit den Autos auf der Straße fahren. Das soll nach den Bauarbeiten der Vergangenheit angehören.
Das ist auf der Elbgaustraße künftig geplant
Fußgänger bekommen breitere, barrierefreie Gehwege und auch die Wartebereiche an den Bushaltestellen werden vergrößert. Weil es an der Bushaltestelle Elbgaustraße öfter zu Unfällen gekommen ist, sollen zwei zusätzliche Ampeln für mehr Sicherheit sorgen. Radfahrer bekommen zudem ihre eigenen Ampelsignale. „Wir machen die Elbgaustraße fit für die Zukunft“, hatte Verkehrssenator Anjes Tjarks (Grüne) bereits 2023 bei der Vorstellung der Pläne angekündigt.
Doch diese stießen vor allem im Luruper Forum auf Kritik. Der Grund: Bei den Bauarbeiten sollten zunächst 64 der insgesamt 245 Straßenbäume gefällt werden. Die Bezirksversammlung in Altona beschloss schließlich im September 2023, die Planungen diesbezüglich zu überarbeiten.
Elbgaustraße: Nach Kritik – so viele Bäume werden jetzt gefällt
„Auch wenn vorgesehen ist, dass mehr Bäume nachgepflanzt werden, ist allgemein bekannt, dass junge Bäume keine angemessene Ersatzlösung für etablierte, große Bäume darstellen. Gerade im städtischen Raum sind Straßenbäume von entscheidender Bedeutung für das Klima“, hieß es in der Begründung der Bezirkspolitik. In den neuen Plänen ist jetzt „nur“ noch von 28 Baumfällungen die Rede, dafür sollen 39 nachgepflanzt werden.
Die aktuell bereits laufenden Arbeiten der Hamburger Energienetze an der Elbgaustraße dauern voraussichtlich noch bis Ende August 2025. Parallel geht’s Ende Mai mit den Straßenbauarbeiten los, bei denen von Norden und Süden gleichzeitig gearbeitet wird und die voraussichtlich bis Mai 2027 andauern.
So wird der Verkehr von der Elbgaustraße umgeleitet
Die erste Bauphase läuft vom 29. Mai bis Dezember 2025 und betrifft südlich den Abschnitt Farnhornweg bis Lüttkamp/Langbargheide sowie nördlich Redingskamp bis Nienkampsweg/Furtweg. In dieser Zeit wird der Kfz-Verkehr einspurig Richtung Lurup an den Baufeldern vorbeigeführt. In Richtung Eidelstedt ist eine Umleitung über Farnhornweg-Schnackenburgallee-Reichsbahnstraße-Kieler Straße eingerichtet. Fußgänger können an den Baustellen vorbeilaufen, Radfahrer werden teils über Nebenstraßen geleitet.
Ab Sommer 2026 kann es laut der Verkehrsbehörde zu kürzeren Vollsperrungen kommen, genauere Details werden noch bekannt gegeben.
Mehrere Buslinien ebenfalls von Bauarbeiten betroffen
Betroffen sind zudem die Buslinien 21, 184, 186, 284, 384, 392 und 603. Diese werden in Richtung Norden über alternative Routen geleitet. Die Linie 186 nutzt eine Umleitungsstrecke in Nähe ihres regulären Linienwegs. Fahrgäste werden gebeten, die Aushänge an den Haltestellen zu beachten und sich auf der HVV-Website oder in der HVV-App zu informieren.
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Auf der Projektwebsite des Landesbetriebs Straßen, Brücken und Gewässer (LSBG) können sich Interessierte für den Newsletter anmelden. Ein erstes Baustellen-Update ist für Ende Juni 2025 geplant. Eigentlich sollte es mit den Bauarbeiten bereits im Frühjahr 2024 losgehen, nach MOPO-Informationen sorgten dann aber zum einen die überarbeiteten Planungen und zum anderen die Fußball-EM im Sommer 2024 für eine Verschiebung. Die Kosten liegen bei circa 24 Millionen Euro.