Hamburger Chefarzt warnt: Grippe kann das Herz lebensgefährlich schädigen
Die aktuelle Grippewelle trifft Hamburg mit voller Wucht – und kann gefährlicher sein, als viele denken. Vor allem Männer unterschätzen laut Experten die Risiken einer Infektion. Dr. Frank Hennersdorf, Chefarzt der Kardiologie an der Schön Klinik Hamburg Eilbek, warnt davor, sich nach einer Grippe oder Erkältung zu früh wieder körperlich zu belasten.
Zusammenfassung:
- Männer unterschätzen die Risiken einer Grippeinfektion, insbesondere in Bezug auf Herzprobleme.
- Nach einer Grippe oder Erkältung sollte man sich nicht zu früh wieder körperlich belasten, da virale Infekte das Herz angreifen können.
- Sport nach einer Grippe kann lebensgefährliche Komplikationen verursachen, daher wird dringend zu Schonung geraten.
„Wer nach einer Infektion weiterhin unter ungewöhnlicher Erschöpfung oder Herzbeschwerden leidet, sollte dies nicht auf die leichte Schulter nehmen und ärztlichen Rat einholen“, so Dr. Hennersdorf.
Virale Infekte wie die Grippe können das Herz angreifen und zu einer Herzmuskelentzündung führen, die zunächst oft unbemerkt bleibt. Symptome wie anhaltende Erschöpfung, Kurzatmigkeit, Herzstolpern oder Brustschmerzen würden häufig falsch eingeordnet.
Grippe und Sport: Lebensgefährliche Komplikationen drohen
Besonders gefährdet seien Menschen, die zu früh wieder Sport treiben. Im schlimmsten Fall drohen bleibende Herzschäden oder sogar lebensgefährliche Komplikationen.
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Der Kardiologe rät dringend zu Schonung: Mindestens zwei Wochen, bei schweren Grippe-Verläufen sogar bis zu vier Wochen sollte auf Sport und starke körperliche Belastung verzichtet werden. Wer nach einer Infektion Herzbeschwerden oder einen deutlichen Leistungsabfall verspürt, sollte umgehend ärztlichen Rat einholen. (rei)
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