Geschäftsführer Sascha Bruns steht in der Brauerei in Bahrenfeld.

Geschäftsführer Sascha Bruns steht in der Brauerei in Bahrenfeld. Foto: Patrick Sun

Nächste Hamburger Brauerei insolvent: Betrieb aus Bahrenfeld meldet Insolvenz

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Der deutsche Biermarkt steckt in der Krise. Das ist auch in Hamburg schon seit Langem spürbar. Nun hat es die nächste Brauerei erwischt: Die Brauerei Landgang in Bahrenfeld hat Insolvenz angemeldet.


Zusmmenfassung:

  • Die Brauerei Landgang in Bahrenfeld meldet Insolvenz an.
  • Insolvenzverwalter Dr. Tanguy will das Unternehmen sanieren.
  • Der Biermarkt in Deutschland ist im Niedergang, der Absatz auf historischem Tiefstand.

Erst im Juli 2025 hatten die Hamburger die für ihr handwerklich gebrautes Bier bekannte Kieler Kultbrauerei Lille aus der Insolvenz übernommen. Die 30 Arbeitsplätze in der schleswig-holsteinischen Landeshauptstadt schienen gerettet. Nun müssen die Angestellten wieder zittern. Ebenso wie die Mitarbeiter in Bahrenfeld. Insgesamt 60 Personen, darunter 48 Mini-Jobber, stehen vor dem Ungewissen. Das „Abendbatt“ berichtete zuerst.

Brauerei Landgang in Bahrenfeld: Insolvenzverwalter will das Unternehmen sanieren

Nach dem Insolvenzantrag der Brauerei mit Sitz im Beerenweg 12 hat das Amtsgericht Hamburg Ende vergangener Woche die Eröffnung eines vorläufigen Insolvenzverfahrens angeordnet. Als Insolvenzverwalter wurde Rechtsanwalt Dr. Kévin Paul-Hervé Tanguy aus Pöseldorf eingesetzt. Er überwacht ab sofort die wirtschaftlichen Aktivitäten der Gesellschaft und stellt sicher, dass vorhandene Vermögenswerte erhalten bleiben.

Heißt: Die Produktion läuft erstmal weiter. Die Löhne und Gehälter sind zumindest bis Ende April über das Insolvenzgeld zunächst gesichert. Was danach ist, ist noch unklar. Tanguy will versuchen, das Unternehmen zu sanieren oder einen Investor zu finden.

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Der Biermarkt befindet sich in Deutschland seit Jahren im Niedergang. 2025 erreichte der Absatz der Deutschen mit bundesweit 7,8 Milliarden Hektolitern und minus sechs Prozent gegenüber dem Vorjahr einen historischen Tiefstand. Wesentliche Gründe neben der Konsumzurückhaltung sind Trends zu einem gesünderen Lebensstil mit weniger Alkohol sowie die Alterung der Gesellschaft.

In Hamburg hat zuletzt die Bunthaus Brauerei in Wilhelmsburg aufgegeben. Erst in der vergangenen Woche wurde bekannt, dass der Hamburger Standort der schottischen Brauerei Brewdog auf St. Pauli im Zuge einer Insolvenz schließen muss. (mp)

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