Hamburger Bezirk soll einen „Solarbaum“ bekommen – das steckt dahinter

Solarbaum
Ähnlich wie dieser Solarbaum im österreichischen Gleisdorf könnte auch der Solarbaum in Hamburg aussehen (Symbolbild).

Sie haben statt grüner Blätter als Baumkrone Photovoltaikzellen und statt eines Stamms ein Stahlrohr, durch das Stromkabel führen: sogenannte Solarbäume. An Orten, an denen Straßenbäume nur schwer angepflanzt werden können, spenden sie außerdem Schatten. In einem Hamburger Bezirk will die Politik jetzt ein Solarbaum-Pilotprojekt starten.

Extreme Hitze und wenig Regen machen den Straßenbäumen im Sommer regelmäßig zu schaffen – darum können sie nur an ausgewählten Stellen gepflanzt werden. Für eine stark versiegelte Fläche wie einen Wochenmarkt oder einen Parkplatz möchte die Wandsbeker Koalition aus SPD, Grünen und FDP jetzt einen Solarbaum testen. Je nach Standort könnte der Baum auch als E-Ladesäule oder USB-Ladestation genutzt werden.

Solarbäume als E-Ladesäulen

„Solche Konstruktionen sollten so gebaut werden, dass der Solarbaum selbst Strom liefert für E-Autos in der Nähe, aber wiederum auch so konstruiert ist, dass die Wandsbekerinnen und Wandsbeker vor Ort sich unter dem Solarbaum stellen können an heißen Tagen und möglicherweise auch ihr Smartphone dabei aufladen“, schreiben die Fraktionen in ihrem gemeinsamen Antrag. Darin bitten sie die Bezirksverwaltung, ein solches Pilotprojekt zu prüfen.

Solarbaum
Solarbäume gibt es in verschiedenen Farben und Variationen (Symbolbild).

„Natürlich würden wir eine Pflanzung von Straßenbäumen vorziehen“, sagt Marc Buttler, SPD-Fraktionschef in Wandsbek, auf MOPO-Anfrage. „Die Solarbäume sollen nur dort aufgestellt werden, wo Straßenbäume sonst keine Chance haben.“

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Parkplätze sollen für die Solarbäume auch nicht wegfallen. Über den Antrag wird in der Wandsbeker Bezirksversammlung am Donnerstag beraten.