Baukräne und Neubauten im Sonnenlicht

10.000 neue Wohnungen sollen jedes Jahr in Hamburg genehmigt werden – doch davon ist die Stadt noch weit entfernt. Foto: picture alliance/dpa/Daniel Bockwoldt

Hamburg verfehlt Ziel im Wohnungsbau schon wieder – aber es gibt eine gute Nachricht

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Auch im dritten Jahr in Folge hat der Hamburger Senat sein Ziel, jährlich 10.000 neue Wohnungen zu genehmigen, verfehlt – und zwar krachend. Trotzdem zeigt sich Bausenatorin Karen Pein (SPD) optimistisch. Ein Bezirk hat im Vergleich mit den anderen die Nase vorn.

Insgesamt 6734 Wohnungen wurden im Jahr 2025 in Hamburg genehmigt. Das geht aus einer Mitteilung der Baubehörde hervor, die am Mittwoch veröffentlicht wurde. Das sind nur 24 Wohnungen oder 0,2 Prozent mehr als im vergangenen Jahr. Und am selbstgesteckten Ziel von 10.000 Genehmigungen schlittert der Senat auch im dritten Jahr in Folge vorbei.

Hamburg hat das Ziel von 10.000 jährlichen Wohnungen

Zum ersten Mal verfehlt wurde das 10.000er-Ziel im Jahr 2023, als in einem bisherigen Allzeit-Tief nur 5404 Wohnungen genehmigt wurden. Seitdem geht es wieder nach oben. Aber zum Vergleich: Im Vor-Corona-Jahr 2019 waren noch 12.715 neu genehmigte Wohnungen vermeldet worden.

„Auch in Hamburg bremsten in der Vergangenheit hohe Zinsen und vor allem die Baukosten den Wohnungsbau deutlich aus“, erklärt Bausenatorin Karen Pein (SPD) die Entwicklung. „In einem gemeinsamen Kraftakt haben sich Hamburgs Politik, Verwaltung und Privatwirtschaft gegen den Negativtrend gestemmt und erfolgreich gegengesteuert.“ Die aktuelle Zahl zeige, dass der Markt sich wieder gefestigt habe.

So will die Senatorin die Baugenehmigungen erhöhen

In diesem Jahr sollen die Genehmigungen weiter steigen: „Mit gezielten Maßnahmen zur Senkung der Baukosten und zur Erleichterung im Baugenehmigungsverfahren, insbesondere bei den Aufstockungen und beim Dachgeschossausbau, sorgen wir 2026 dafür, dass sich die Baukonjunktur auch langfristig erholt“, so Pein.

In der Opposition ist man währenddessen fassungslos: „Der rot-grüne Senat feiert sich für ein Plus von 24 zusätzlichen Baugenehmigungen im Vergleich zu 2024. Das ist an Absurdität kaum zu übertreffen“, urteilt CDU-Politikerin Anke Frieling. „Hier von einer Stabilisierung des Wohnungsmarktes zu sprechen ist doch nichts als ein Schönreden der eigenen Verfehlungen.“

Die meisten Wohnungen wurden wie auch 2024 im größten Bezirk Wandsbek genehmigt (1934). Dahinter folgen dicht an dicht Eimsbüttel (1053), Altona (1051) und Hamburg-Mitte (1031). Deutlich weniger waren es in Bergedorf (691), Hamburg-Nord (644) und Harburg (308). Den größten Sprung hat der Bezirk Eimsbüttel gemacht, in dem sich die Genehmigungen im Vergleich zu 2024 fast verdoppelt haben.

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