Hamburg neu entdecken: Essen, Trinken, Feiern – perfektes Oasen-Flair am Großneumarkt

MOPO-Reporter Daniel Dörffler auf dem Großneumarkt. Bei „Porto Lucia“ kostet die Kugel Eis 1,80 Euro.
MOPO-Reporter Daniel Dörffler auf dem Großneumarkt. Bei „Porto Lucia“ kostet die Kugel Eis 1,80 Euro.

In Hamburg haben die Sommerferien begonnen, jetzt ist Entspannung angesagt. Einen Gang runterschalten, die Seele baumeln lassen – bis Ende August ist Urlaubszeit. Und sechs Wochen keine Schule! Doch viele Menschen wollen oder können nicht wegfahren, sondern bleiben in der Stadt. Gut so, denn von Altona bis Wandsbek, von Harburg bis zur nördlichen Stadtgrenze gibt es viel zu erleben und zu entdecken. In einer neuen Serie nehmen MOPO-Redakteure Sie mit in ihre Nachbarschaften, verraten ihre Lieblingsplätze und geben Geheimtipps für echtes Urlaubs-Feeling. Heute sind wir rund um den Großneumarkt in der Neustadt unterwegs – und fühlen uns wie in einer Großstadt-Oase, mit wunderbaren Restaurants und Cafés, interessanten Hinterhöfen und einer spannenden Party-Location. Gute Erholung!

Die Gegend rund um den Großneumarkt bildet das Zentrum jenes Neustädter Wohnviertels, das so schön umschlossen liegt von all den seelenlosen Bürogebäuden der City. Auf kleinstem Raum gibt es hier alle paar Meter ein anderes Lokal, verwinkelte Gassen – und ein ganz besonderes Oasen-Flair. In puncto Aufenthaltsqualität lässt der Stadtteil den Rest der Innenstadt alt aussehen. Ideal also für einen Ferientag mitten in der City!

Mit seinen gut zwei Quadratkilometern Fläche ist die Neustadt der drittkleinste Stadtteil Hamburgs. Ein echter Zwerg also. Doch der Schein trügt: Für so wenig Raum ist das Angebot einfach riesig.

Versteckt im Zentrum: Hamburgs Großneumarkt

Beginnen wir mit einem Frühstück mit Schwips im „Mimosas Brunch Club“ an der Wexstraße. Hier gibt es den fruchtigen Cocktail mit Crémant und verschiedenen Fruchtsäften (auch alkoholfrei), eine Shakshuka-Variation oder eine Spiced-Caramel-Waffel. Drum herum findet man süße Lädchen wie die Textilmanufaktur „Frohstoff“ oder das Bestickungsgeschäft „Nosame“ – mit Mitbringselgarantie.

Der Hamburger Michel, gesehen vom Großneumarkt.
Der Hamburger Michel, gesehen vom Großneumarkt.

Angeheitert und gesättigt gilt es, die kleinen Gassen zu erkunden: Da ist die Peterstraße mit ihrem Komponistenquartier, der Bäckerbreitergang mitsamt den schnieken Fachwerkhäuschen oder der kopfsteingepflasterte Durchgang zwischen Neander- und Markusstraße. Wo es möglich ist, lohnt sich der Blick in die Hinterhöfe: Im Gängeviertel, aber auch in den Wohnstraßen gibt es einiges zu sehen.

Die besten Restaurants und Cafés in der Hamburger Neustadt

Wenn der Magen wieder knurrt, gibt es am Großneumarkt Bratkartoffeln im „Thämers“, italienische Klassiker in der „Trattoria da Enzo“ oder Smash Burger bei „New City“. Auf dem Platz steht auch eine mysteriöse Bronzestatue.

Variante zwei: Hinunter zum Portugiesenviertel. Vor allem Fischliebhaber kommen in den Restaurants an der Dietmar-Koel-Straße („Olá Lisboa“, „Restaurante Porto“, „Casa Madeira“) auf ihre Kosten. Danach auf einen Galão ins „Café Sul“ und zum Sonnen auf die Michelwiese.

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Als Abendprogramm bietet sich in der Neustadt vor allem Musikalisches an: Ein Live-Konzert im „Cotton Jazz Club“ vielleicht? Wer Lust hat zu tanzen, steuert am besten wieder das Gängeviertel an. Am Wochenende und nach Einbruch der Dunkelheit tummeln sich Nachtschwärmer in den mit bunten Lichtern bestrahlten Gassen, während aus der „Fabrique“ die Basslinie eines Techno-Sets dröhnt. Einer langen Nacht steht also nichts im Wege.