Hamburg kassiert fast 42 Millionen von Tempo-Sündern
In Hamburg wird weiter kräftig geblitzt – doch die Einnahmen aus Tempoverstößen sind deutlich gesunken. Vor allem stationäre Blitzer brachten weniger Geld ein, besonders wegen großer Baustellen wie an den Elbbrücken und der Sternbrücke.
Die Stadt Hamburg hat im vergangenen Jahr fast 41,8 Millionen Euro an Bußgeldern von Temposündern eingenommen. Das sind gut 5,2 Millionen Euro weniger als im Vorjahr, wie aus einer Antwort des Senats auf eine Kleine Anfrage des CDU-Bürgerschaftsabgeordneten Philipp Heißner hervorgeht.
Der Rückgang machte sich vor allem bei den Einnahmen durch stationäre Blitzer bemerkbar. Diese sanken von 11,3 auf 7,2 Millionen Euro. Bei den Bußgeldern durch mobile Messungen ergab sich ein Rückgang von 35,7 auf rund 34,5 Millionen Euro. Außerdem kassierte die Stadt 1,5 Millionen Euro für Rotlichtverstöße, deutlich mehr als 2024, als die Einnahmen knapp 1,2 Millionen betrugen.
Bauarbeiten verlangsamen den Verkehr
Bauarbeiten an den Elbbrücken und an der Sternbrücke in Altona dürften die Zahl der Tempoverstöße verringert haben. Blitzte es an den Elbbrücken stadteinwärts 2024 noch mehr als 40.000 Mal, so wurden im vergangenen Jahr dort nur knapp 15.000 Fahrzeuge abgelichtet. Der Blitzer brachte nach gut 1,7 Millionen Euro im Jahr 2024 nur noch knapp 670.000 Euro ein.
Drastisch reduzierte sich auch die Zahl der Blitze an der Stresemannstraße in Altona, und zwar stadteinwärts von gut 45.000 auf 33.000 und stadtauswärts von 57.000 auf knapp 33.000. Die Einnahmen sanken stadteinwärts von 1,8 auf 1,4 Millionen Euro und stadtauswärts von 2,1 auf 1,3 Millionen.
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In Hamburg gibt es 48 stationäre Geschwindigkeitsüberwachungsanlagen. Die Polizei verfügt laut Senat über 20 mobile Anlagen. (mp/dpa)
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