Jojo und ihre Freundinnen im Iglu

Stolz wie Bolle: Jojo (M.) und ihre Freundinnen Maria und Mali im Iglu Foto: Privat.

Hamburg im Schnee: Vater und Tochter bauen ein Iglu – und die Nachbarn helfen mit

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Ganz Hamburg ist ein Wintermärchen. Besonders für die Kinder ist der seltene Schnee ein Ereignis. Überall gibt es Schneeballschlachten. Die Schlitten werden herausgeholt, es wird gerodelt, Schlittschuh gefahren oder es werden Schneemänner errichtet. Die kleine Jojo aus Bahrenfeld würde am liebsten ganz nach draußen ziehen: Sie hat sich zusammen mit ihrem Vater ein zweites Zuhause im Garten gebaut – ein Iglu.

Der Innenhof der Griegstraße ist eine einzige Schneelandschaft. Dort auf der Wiese, auf der sich die Nachbarn im Sommer zum Grillen treffen, ist alles unter einer weißen Decke verschwunden. Auch die Schaukel und die Spielhütte sind eingeschneit.

Wintermärchen in Bahrenfeld: Vater und Tochter bauen ein Iglu im Hinterhof

Seit ein paar Tagen ist zwischen den Spielgeräten ein neues Häuschen aufgetaucht – eins, dessen Wände ganz aus Schnee sind. Gebaut wurde das Iglu von Jojo (7), ihrem Vater Jan und zahlreichen Nachbarskindern, die mit Hand anlegten.

Fleißige Baumeister: Kinder und ihre Eltern bauen ein Iglu in Bahrenfeld. Privat.
Iglu in Bahrenfeld
Fleißige Baumeister: Kinder und ihre Eltern bauen ein Iglu in Bahrenfeld.

„Wir haben morgens angefangen und den ganzen Tag daran gearbeitet“, berichtet Jan. Eine Mutter aus der Nachbarschaft habe den fleißigen Baumeistern mit einem gemeinsamen Mittagessen zur Stärkung verholfen. Zwischendurch gab es Kinderpunsch. „Die Stimmung war großartig, auch wenn zwischenzeitlich Zweifel aufkamen, ob wir es wirklich fertigstellen würden“, so der Biologe.

Denn beim Bau stellten sich durchaus einige Herausforderungen. Wie konstruiert man das Iglu so, dass es nicht einstürzt? Wie formt man das Dach? Nach einigem Herumprobieren gelang das Meisterstück. Nach vielen Stunden Arbeit war es am Abend fertig. Ergebnis: In das zwei Meter hohe Schneehaus passen sechs Personen. Es hat zwei Eingänge, einen kleinen Tisch aus Schnee und sogar Licht!

Platz für sechs Personen und „erstaunlich warm“: Kinder in Bahrenfeld bauen Iglu

„Wir waren alle stolz, als es fertig war“, erzählt Jan. Und Jojo ist ganz überrascht: „Ich bin erstaunt, wie warm es drinnen ist!“ Bisher kannten sie und ihre Freundinnen die Funktionsweise von Iglus mit dem verdichteten Schnee als Isolation nur aus Bilderbüchern über die Inuit. Jetzt erleben sie es selbst am eigenen Leib.

Das fertige Iglu in Bahrenfeld Privat.
 Iglu in Bahrenfeld
Das fertige Iglu in Bahrenfeld

„Können wir da drinnen schlafen?“, hat Jojo ihren Vater gefragt. Und als der abwehrte, wünschte sie sich zumindest den Bau eines zweiten Iglus, das mit dem ersten verbunden werden sollte – damit noch mehr Nachbarskinder Platz in der Schnee-Siedlung finden.

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Viel Zeit bleibt dafür nicht mehr. Am Mittwoch soll es tauen. Dann müssen die kleinen Schnee-Künstler auf den Frühling warten – um neue Hütten aus Ästen und Zweigen zu bauen.

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