Hamburg
Hamburg bekommt neue Groß-Arena – unter diesen Bedingungen
Seit mehr als zehn Jahren ist die Mega-Arena „Elbdome“ im Gespräch. Jetzt werden die Bemühungen konkreter.
Große Sportevents und Konzerte für bis zu 8000 Zuschauer soll die neue Mega-Arena abdecken können – und damit auch den Basketballern der „Hamburg Towers” mehr Platz bieten. Nachdem jahrelang über einen Standort für den „Elbdome” diskutiert wurde, hat die Stadt jetzt ein Grundstück ausgeschrieben – doch es gibt ein paar Bedingungen.
Das neue Stadion soll eine Lücke in der Hamburger Arenen-Landschaft füllen: Die Inselpark Arena (Wilhelmsburg) mit 3500 Plätzen und die Sporthalle (Alsterdorf) mit 4500 Plätzen sind zu klein für manche Veranstaltungen, die Barclays-Arena (Bahrenfeld) mit 15.000 Plätzen zu groß.
Jetzt hat die städtische Billebogen Entwicklungsgesellschaft ein Grundstück im künftigen Quartier Neuer Huckepackbahnhof, auf dem Gewerbegebiet am Billebogen in Rothenburgsort, zur Vergabe an einen privaten Investor ausgeschrieben.
„Elbdome” soll Heimat der Hamburg Towers werden
Das Quartier Neuer Huckepackbahnhof umfasst eine Fläche von insgesamt 11 Hektar und liegt an einer der größten Magistralen Hamburgs, der Billhorner Brückenstraße.
„Mit der Arena nahe den Elbbrücken soll ein hochattraktiver neuer Ort für das Live-Erleben von Sport und Kultur in Hamburg entstehen“, sagt Sportsenator Andy Grote (SPD). „Das Wichtigste wäre, wenn die Hamburg Towers damit endlich ein größeres Zuhause bekommen, mit dem wir die weitere positive Entwicklung des Bundesligabasketballs in Hamburg kräftig unterstützen können.”
Der künftige Betreiber der Arena muss daher auch ein paar Vorgaben erfüllen: An 25 Tagen im Jahr soll die Arena einem Hamburger Profisportverein für Liga- und Pokalspiele zur Verfügung stehen. Ergänzende Nutzungen aus Sport, Kultur oder Gewerbe sollen aber in der Mantelbebauung und angrenzenden Baufeldern abhängig vom Konzept möglich sein.
Bedingung für Mega-Arena: Neue Quartiersgarage
Eine weitere Voraussetzung ist der Bau und Betrieb einer zentralen Quartiersgarage mit rund 1000 Stellplätzen als öffentlichem Parkhaus für das gesamte Quartier.
Auf ein nachhaltiges und barrierefreies Konzept wird ebenfalls Wert gelegt. Das Bauvorhaben soll über die Deutsche Gesellschaft für nachhaltiges Bauen (DGNB) mit der DGNB Sonderauszeichnung Umweltzeichen zertifiziert werden.
Das könnte Sie auch interessieren:
Für den Anschluss an den Verkehr, Wasser-, Energie- und Kommunikationsnetze sorgt die Billebogen Entwicklungsgesellschaft. Als Eigentümerin des Grundstücks begleitet sie zudem interessierte Bauherren und Nutzer durch den Bewerbungsprozess.
Ende 2026 soll das Grundstück an den zukünftigen Bauherrn übergeben werden. Der Baubeginn für die Arena ist laut der Entwicklungsgesellschaft ab Ende der 2020er möglich, der Betriebsbeginn Anfang der 2030er Jahre.
Was kostet die neue Arena?
So eine neue Arena kostet natürlich auch einiges: Von 150 Millionen Euro war vor sieben Jahren die Rede – angesichts der Bauinflation dürfte es inzwischen deutlich mehr sein. Investor Tomislav Karajica, der die Idee für das Projekt hatte, wollte den „Elbdome” zunächst mit seiner Firma „Home United“ komplett privatwirtschaftlich finanzieren.
Im Jahr 2024 verwarf er diesen Plan allerdings endgültig. Als Grund hieß es damals, dass sich während der Standortsuche „die Marktlage bekanntlich radikal verändert hat“. Inzwischen haben Karajica und mehrere seiner Firmen Insolvenz angemeldet.
Sie sind bereits M+ Abonnement?