Hamburg atmet nach Schneesturm „Elli” durch
Nach Schneesturm „Elli“ entspannt sich die Lage in Hamburg. Doch Winterwetter und Glatteisgefahr bleiben – was das für Reisende und den Verkehr bedeutet.
Nachdem Schneesturm „Elli“ das Leben ordentlich durcheinandergewirbelt hat, atmet Hamburg erst einmal durch. Der Verkehr in der Hansestadt normalisierte sich im Laufe des Samstags wieder.
Die Deutsche Bahn kündigte an, ihren am Freitagmorgen unterbrochenen Fernverkehr in Norddeutschland am Mittag schrittweise wieder aufzunehmen. Auch der Regional- und S-Bahnverkehr normalisierte sich langsam. Auf den Straßen gab es nach Angaben der Polizei keine größeren Unfälle.
Schneesturm „Elli“: Einschränkungen am Flughafen
Wegen des Sturmtiefs „Elli“ kam es am Hamburger Flughafen zu Einschränkungen und Verzögerungen. Schon am Freitag wurden infolge des Sturmtiefs Flüge gestrichen. Bis Freitagmittag wurden 25 Starts und 22 Landungen abgesagt, teilte der Flughafen auf seiner Internetseite mit. Flugreisende wurden aufgefordert, sich vor Abflug bei ihrer Airline über den Status des Fluges zu informieren.
Trotz Sturmtiefs verzeichnete die Polizei zunächst keine auffällige Verkehrslage in der Stadt. Neben Verkehrsbehinderungen durch zwei festgefahrene Lastwagen auf der A7 gab es wenige Glätteunfälle. Die Lage sei ruhiger als erwartet, was daran liege, dass viele Menschen zuhause geblieben seien, teilte ein Sprecher mit.
Wetteraussichten: Vorerst weiter winterlich
Für den heutigen Samstag sei nur noch im südlichen Niedersachsen und an der Ostseeküste mit einigen Schneeschauern zu rechnen, sagte ein Meteorologe des Deutschen Wetterdienstes (DWD) in Hamburg. Allerdings bleibt das Wetter winterlich. In der Nacht zu Sonntag soll es bitterkalt werden, in der Nacht zu Montag droht dann Glatteisgefahr.

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In der kommenden Nacht werde die trockene Luft „arktisch kalt“, sagte der Meteorologe. Im Binnenland von Schleswig-Holstein und Niedersachsen dürften minus 10 Grad Celsius „das Höchste der Gefühle in Sachen Wärme“ werden. An den Küsten sollen die Temperaturen bei -5 bis -3 Grad Celsius liegen. Am Sonntag erwartet der Experte keinen Niederschlag.
Anders soll sich die Wetterlage zum Wochenbeginn entwickeln. Aus Richtung Westen erwartet der DWD-Experte Niederschlag, der mit Schnee beginnt und dann in Regen übergeht. Das sei dann mit Glatteisgefahr verbunden. Im Laufe des Montags sollen die Temperaturen dann über null Grad Celsius gehen, es soll auch leichtes Tauwetter einsetzen.
Warnung vor dem Betreten von Eisflächen
Die Hamburger Umweltbehörde warnte vor dem Betreten von teils gefrorenen Gewässern. Es besteht Einbruch- und Lebensgefahr, wie ein Sprecher der Umweltbehörde mitteilte. Zwar entstand auf einigen Gewässern schon eine Eisschicht, jedoch sei diese oft nur wenige Zentimeter dick.
Dem Sprecher der Behörde zufolge braucht es viele Tage bei deutlichen Minustemperaturen, damit Gewässer wirklich sicher zufrieren. Das sei zurzeit nicht gegeben. „Deswegen können wir nur eindrücklich vor dem Betreten warnen“, so der Sprecher.
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In der Fußball-Bundesliga führte das Schneechaos im Norden zu zwei Spielabsagen: Wenige Stunden nach dem Aus für die Partie des FC St. Pauli gegen RB Leipzig wurde auch das Spiel des SV Werder Bremen gegen die TSG Hoffenheim gestrichen. (dpa/mp)
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