Neues Stahlgerüst für den ZOB Harburg.

Dieser Stahlbau wird das Grundgerüst für das spätere Dach des ZOB. Foto: Salzgitter AG

Halbzeit bei großem Verkehrsprojekt: Erste Stahlgerüste fliegen ein

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Langwierige Bauarbeiten, ohne dass Autofahrer und Passanten irgendwas zu sehen bekommen – damit ist jetzt endgültig Schluss. Ab sofort beginnt beim ZOB Harburg der Hochbau. Die ersten Elemente sind gerade eingeschwebt und montiert worden. Die Hochbahn spricht von Halbzeit bei dem Projekt, das 25 Buslinien im Tages- und Nachtverkehr abfertigen wird und Platz für stündlich 150 Busse hat.

Diese riesige Baustelle mitten in Harburg beim Phoenix Center ist seit mehr als einem Jahr eine große Quälerei für Autofahrer und ÖPNV-Nutzer. Doch wenn der neue ZOB mit seinem großen Dach und den bis zu 75 Prozent größeren Bus-Kapazitäten fertig ist, soll es sich gelohnt haben. Jetzt sind die schwierigen Sanierungs- und Gründungsarbeiten im Untergrund weitestgehend abgeschlossen. Der Stahlbau für die moderne Dachkonstruktion beginnt und ist weithin zu sehen.

Baustelle ZOB Harburg: Platz für 150 Busse stündlich

Seit Juni 2024 wurde die alte Busanlage abgebrochen und die Gründungen für den Neubau im Untergrund erstellt. In den kommenden Monaten entsteht die Tragstruktur durch den Stahlbau. 23 Stahlstützen, die jeweils drei Tonnen wiegen, bilden das skelettartige Tragwerk, das das massive Dach stützen wird.

Einer von 23 Pfeilern, die später das große Dach tragen werden. Salzgitter AG
Einer von 23 Pfeilern, die später das große Dach tragen werden.
Einer von 23 Pfeilern, die später das große Dach des Busbahnhofs tragen werden. Im Hintergrund ist das Phoenix Center zu sehen.

Mit einer Höhe von bis zu 6,5 Metern übernehmen die Stützen dann die Last des Daches, das künftig eine Fläche von 5200 Quadratmetern überspannt. Ein gemeinsames, begrüntes Dach mit Photovoltaikmodulen wird die beiden Bereiche – die bestehende Busanlage und den neuen zusätzlichen Bussteig in der Hannoverschen Straße – überspannen. Für die neue Busanlage wird bewusst auf „grünen“ Stahl gesetzt, der mit einem deutlich reduzierten CO₂-Ausstoß hergestellt wird.

Trockene Sache: Dach des ZOB überspannt alles

Das Dach des neuen ZOB wird begrünt, außerdem bekommt es eine Photovoltaik-Anlage. Blunck+Morgen Architekten BDA
Das Dach des neuen ZOB wird begrünt, außerdem bekommt es eine Photovoltaik-Anlage.
So solls einmal aussehen: Das Dach des neuen ZOB wird begrünt, außerdem bekommt es eine Photovoltaik-Anlage.

Nach Abschluss des Stahlbaus, voraussichtlich im Mai 2026, folgen die finalen Dacharbeiten sowie die technische Ausstattung und die Verkleidung der Anlage. Die Inbetriebnahme des neuen ZOB Harburg ist für Ende 2026 geplant.

Der neue ZOB Harburg wird künftig mit 283 Metern Abfahrtslänge rund 73 Prozent mehr Kapazität als die alte Anlage bieten. Bis zu 150 Busse pro Stunde und 25 Linien im Tages- und Nachtverkehr machen den ZOB Harburg zu einem wichtigen Knotenpunkt für rund 40.000 Fahrgäste täglich.

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Gleichzeitig arbeitet der Landesbetrieb Straßen, Brücken und Gewässer (LSBG) an der Modernisierung der Straßeninfrastruktur rund um den ZOB Harburg. Im Bereich des Harburger Doppelknotens werden die Straßenräume um den ZOB umfassend ertüchtigt. So soll dieser in drei bis vier Hauptbauphasen bis Frühjahr 2027 fertiggestellt sein.

Die Sanierung der Bremer Straße, die ursprünglich parallel zum ZOB-Projekt hätte erfolgen sollen, wird aufgrund der Priorisierung des Doppelknotens auf Mitte 2027 verschoben, ist jedoch ebenfalls mit den anderen Baumaßnahmen abgestimmt, um den Verkehrsfluss bestmöglich zu gewährleisten.

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