Hafenflair wie an den Landungsbrücken, aber viel weniger Touristen

Museumshafen
Auch der Museumshafen in Övelgönne gehört zum Quartier Elbmeile.

Schon mal was von der Elbmeile gehört? Vor 25 Jahren schlossen sich erstmals Geschäfte, Kneipen, Restaurants, Hotels und denkmalgeschützte Gebäude zwischen U-Boot-Museum und Museumshafen zusammen, um ihr Quartier noch bekannter zu machen, Aktionen zu planen und die Elbmeile als Ausgehviertel zu etablieren. Quartiersmanager Boie Baumann zeigt seine Lieblingsplätze entlang der knapp drei Kilometer langen Strecke.

Von Museum zu Museum

Minerva Brunnen
Quartiersmanager Boie Baumann vor einem seiner Lieblingsplätze, dem gut 300 Jahre alten Minervabrunnen am Fischmarkt.

Das U-Boot-Museum ist Startpunkt der Elbmeile, deren Logo ein stilisiertes Dach der Fischauktionshalle ist. Boie Baumann sitzt gern mit einem Kaffee aus seinem Lieblingscafé „The Special Connection“ am gut 300 Jahre alten Minerva-Brunnen und schaut von hier auf die Elbe. „Die Elbmeile hat so viel zu bieten. Wir möchten die Große Elbstraße als Ausgeh- und Erlebnisviertel noch attraktiver machen und den Hamburgern und Hamburgerinnen wieder ins Gedächtnis rufen“, sagt der Quartiersmanager. „Zugleich soll der Hafencharakter erhalten bleiben. Die Elbmeile soll kein zweites Überseequartier werden.“

Legendäre Hafenkneipen

Haifisch Bar
Marek und Svenja gehören zum Team der Haifischbar.

Und schon stehen wir vor „Eier Carl“, seit 1903 eine Institution am Fischmarkt. Ihren Namen erhielt die Kneipe, weil Wirt Carls Cohrs, damals ein stadtbekanntes Original, immer ein hartgekochtes Ei für seine Gäste, darunter Seeleute, aber auch berühmte Literaten wie Gorch Fock, bereithielt. Berühmte Gäste finden sich auch zu „Inas Nacht“ am „Schellfischposten“ ein, ebenfalls eine mehr als 100 Jahre alte Hafenkneipe. Dritte Bar im Bunde ist die „Haifischbar“, eine echte Seemannskneipe mit (unechtem) Haifisch an der Decke. Ob Hans Albers, dessen Konterfei eine Wand ziert, tatsächlich hier zu Gast war, lässt sich nicht belegen. Seine Lieder werden in der „Haifischbar“ jedenfalls noch immer gespielt.

Terrasse mit Weitblick

Elbmeile
Vom Ginn Hotel kann man die Große Elbstraße und den Hafen ausgezeichnet von oben anschauen.

Wir schauen kurz bei „Lokal Design“ vorbei und nehmen eine handgefertigte Postkarte mit. „35 Design- und Einrichtungsläden gibt es an der Elbmeile“, sagt Boie Baumann. Die meisten davon haben ihren Sitz im „Stilwerk“, einer 1907 erbauten ehemaligen Mälzerei. Die neue Tapas-Bar im Erdgeschoss gehört ebenso zu Baumanns Lieblingsplätzen wie die Bar mit Dachterrasse im „Ginn Hotel“ gegenüber. Sie bietet vom achten Stock einen grandiosen Blick über den Hafen und ist für jedermann geöffnet.

Freiluft-Kunst

Freiluft Galerie
Eines von 15 Kunstwerken der „Frauen Freiluft Galerie“ zeigt Frauen bei der Kaffee-, Tabak- und Bananenernte.

Einige sind auf den ersten Blick zu sehen, für andere muss man um die Ecke gehen. Zur „Frauen Freiluft Galerie“ gehören 15 Kunstwerke, gestaltet von Künstlerinnen aus aller Welt, die die Arbeit von Frauen im Hafen zeigen.

Fisch essen

Vorbei an der Eventlocation „Weinland Waterfront“, untergebracht in einer ehemaligen Schiffswerft von 1829, geht es zum kulinarischen Teil der Meile. Im „Frischeparadies“ werden unter anderem Fisch und Meeresfrüchte aller Art verkauft, im Lokal „Fischbeisl“ gibt es Fischbrötchen und in Restaurants wie dem „Rive“, dem „Fischereihafen Restaurant“ oder in der „Alt Helgoländer Fischerstube“ ist die Auswahl an allem, was aus dem Meer kommt, groß.

Das könnte Sie auch interessieren: Typisch Hamburg: Sightseeing für Fortgeschrittene

Zwischen all dem Fisch hat auch das Stammhaus der Cafés „Schmidt & Schmidtchen“ seinen Platz. Am Museumshafen in Övelgönne endet der Spaziergang auf der Elbmeile. Wer nicht zurücklaufen möchte, nimmt einfach die nächste Fähre.

Schon mal was von der Elbmeile gehört? Vor 25 Jahren schlossen sich erstmals Geschäfte, Kneipen, Restaurants, Hotels und denkmalgeschützte Gebäude zwischen U-Boot-Museum und Museumshafen zusammen, um ihr Quartier noch bekannter zu machen, Aktionen zu planen und die Elbmeile als Ausgehviertel zu etablieren. Quartiersmanager Boie Baumann zeigt seine Lieblingsplätze entlang der knapp drei Kilometer langen Strecke.