Guerilla-Aktion: Erneut „Widerstands“-Zebrastreifen in Hamburg aufgetaucht
Über Nacht ist in Hoheluft-West erneut ein selbst gemalter Zebrastreifen aufgetaucht: Aktivisten des sogenannten „Widerstands-Kollektivs“ haben die Fahrbahnmarkierungen in der Wrangelstraße aufgetragen – zwischen einer Kita und einer Grundschule.
Nach Angaben der Gruppe soll der Zebrastreifen Kindern einen sicheren Schul- und Kitaweg ermöglichen. An der Stelle hatte es bereits zuvor ähnliche Aktionen gegeben, der Übergang war jedoch wieder entfernt worden. Das Kollektiv spricht von einer „Selbsthilfemaßnahme“ und fordert, den Zebrastreifen dauerhaft zu belassen – auch als Signal für eine klima- und menschenfreundlichere Verkehrspolitik.
Selbst gemalter Zebrastreifen: Kollektiv hat Unterstützer
Vergleichbare Aktionen habe es laut den Aktivisten auch in anderen deutschen Städten sowie international gegeben. Unterstützung kommt unter anderem vom Verein „Fuss e.V.“, der Zebrastreifen als kostengünstige und effektive Maßnahme zur Verkehrssicherheit sieht.
Bereits im April hatte die MOPO über selbst gemalte Zebrastreifen des Kollektivs berichtet. Ob der aktuelle Übergang bestehen bleibt oder erneut entfernt wird, ist offen.
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Beim „Widerstands-Kollektiv“ handelt es sich laut eigener Angabe um eine Gerechtigkeitsbewegung, die sich Ende Februar 2025 als eines der beiden Nachfolgeprojekte aus der „Letzten Generation“ gegründet hat. Laut seiner Website will das „Widerstands-Kollektiv“ eine „Mobilität für alle“ schaffen und „die Veränderung selbst in die Hand“ nehmen. (rei)
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