Günstiges HVV-Ticket für Senioren: Diesmal stehen die Chancen gut
Die Hamburger CDU hat es schon mehrfach beantragt und auch die Linke, sie sind aber bisher immer an der Regierungsmehrheit gescheitert. Jetzt will die CDU in der Bürgerschaft erneut ein günstiges Deutschlandticket für Senioren fordern. Diesmal stehen die Chancen besser.
Wenn das Deutschlandticket ab dem kommenden Jahr 58 statt 49 Euro kostet, dann ist es für Hamburgs Seniorinnen und Senioren noch einmal vier Euro teurer als die Senioren-Monatskarte im HVV-Abo. Gleichzeitig fahren Schüler in Hamburg kostenlos Bus und Bahn, Azubis und Studierende haben Ermäßigungen und viele Beschäftigte zahlen wegen des Arbeitgeberzuschusses ab 2025 auch nur 36 Euro. Auch Bürgergeld-Empfänger und Asylbewerber fahren vergünstigt. Und die Rentner?
CDU und auch die Linke und die AfD wollen die Senioren schon lange ebenfalls günstiger fahren lassen. Doch bisher wurden Anträge in der Bürgerschaft immer abgelehnt. Jetzt wollen es die Christdemokraten erneut wissen und stellen für die nächste Bürgerschaftssitzung erneut einen Antrag auf ein Seniorenticket.
Hamburg: CDU fordert günstiges Seniorenticket
Diesmal aber vor dem Hintergrund, dass auch die Hamburger SPD in ihrem im November verabschiedeten Regierungsprogramm von einem Seniorenticket spricht. Da heißt es: „Azubiticket, Semesterticket und der Sozialrabatt werden wir weiterführen und nur so weit erhöhen, wie der Preis für das Deutschlandticket prozentual steigt. Zur Entlastung der Senioren und Seniorinnen werden wir schrittweise ein Seniorinnenticket einführen.“ Und auch die Grünen haben einen ähnlichen Passus im Wahlprogramm.
In Hamburg leben etwa 340.000 Menschen, die älter als 65 Jahre sind. Das sind knapp 20 Prozent der Bevölkerung. In die Debatte in der Bürgerschaft wird CDU-Fraktionschef Dennis Thering mit der Forderung nach einem Ticketpreis von 29 Euro gehen. Kurioserweise ist im CDU-Bürgerschaftsantrag aber von dieser Summe keine Rede, sondern nur von einem „vergünstigten Deutschlandticket“, das „umgehend“ eingeführt werden solle.
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So sind kurz vor den Wahlen dann doch offenbar alle Parteien an einem Seniorenticket interessiert. Ob es tatsächlich dazu führt, dass SPD und Grüne den CDU-Antrag annehmen – das steht auf einem ganz anderen Papier. Allerdings ist es für sie ohne die konkrete Summe von 29 Euro deutlich einfacher, dem Antrag zuzustimmen.
So wie die grundsätzliche Frage, wie es mit dem Deutschlandticket weitergeht. Denn die CDU hat auf Bundesebene erst im letzten Moment eingelenkt und es abgesegnet. Allerdings mit der Einschränkung, dass das erst mal nur für das Jahr 2025 gelte und man nach den Wahlen neu gucken müsse. Wenn der Bund die Kosten nicht komplett übernehmen könne, statt sie mit den Ländern zu teilen, sei es kaum bezahlbar.