Mit 500 Burgern gegen die Kälte: Gastronom aus Ottensen hilft Bedürftigen
500 warme Burger gegen den Hunger und die Kälte: Die „Foodkitchen“ in Ottensen hat am Montagabend hunderte obdachlose Menschen in Hamburg mit einer warmen Mahlzeit versorgt.
Unter dem Baugerüst vor der „Ottensener Foodkitchen” an der Bahrenfelder Straße tummeln sich zahlreiche Menschen. Um 18 Uhr verließen die ersten Tüten die „Foodkitchen“, nach einer Stunde sind nur noch rund 200 Tüten übrig. In den Tüten: frisch zubereitete, warme Burger, Getränke, Obst und Süßigkeiten.
„Foodkitchen“-Chef Mehmet Dagci und sein Team brutzeln und belegen schon seit dem Nachmittag Burger. Mit 10 oder 15 Tüten in der Hand schwärmen die Helfer aus, um die Mahlzeiten zu verteilen: in der Schanze, an den Landungsbrücken, in Wandsbek oder am Hauptbahnhof. Der Betrieb im Restaurant steht dafür an diesem Abend still.
Schon die sechste Hilfsaktion für Bedürftige
Der Betreiber der „Foodkitchen“ organisiert in diesem Jahr die sechste Essensausgabe seit 2020 – bewusst im Januar. Dagci startete die Aktion aus einem Gefühl von Verantwortung und „Karma“. In einer wohlhabenden Stadt wie Hamburg sei es für ihn selbstverständlich, Menschen auf der Straße zu unterstützen. Während viele Menschen im November und Dezember großzügig spenden, blieben danach die Geldbörsen oft verschlossen, sagt Dagci. Die Not der Menschen hingegen bleibt – egal ob im Dezember oder im Januar.

In den vergangenen Jahren verteilte der Betreiber selbst auch Tüten: Die Dankbarkeit und Freude der Menschen überwältigten ihn. Vielen ginge es nicht nur um eine warme Mahlzeit, sondern auch um einen kurzen Schnack. An diesem Abend bleibt er jedoch im Hintergrund, koordiniert die Abläufe und organisiert die Ausgabe.
Unter den Helfern sind Jugendliche, Berufstätige, Ehrenamtliche aus Vereinen. Sie hatte Dagci zuvor über alle Kanäle zusammengetrommelt. Die Aktion wird zu einem Teil über Spenden von Lieferanten finanziert, zum größten Teil jedoch aus eigener Tasche.
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Mit der Aktion will Dagci andere Gastronomen und Betriebe motivieren, ebenfalls aktiv zu werden. Er will zeigen: Wenn ein kleiner Laden wie die „Foodkitchen“ so etwas organisieren kann, können andere ebenfalls etwas tun.
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