Collien Fernandes

Schauspielerin Collien Fernandes erhebt schwere Vorwürfe gegen ihren Ex-Mann (Archivbild). Foto: picture alliance / HMB Media | Uwe Koch

Morddrohungen: Collien Fernandes sagt Teilnahme an Demo in Hamburg ab

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Hamburgs Frauen sind wütend – und am Donnerstagabend wollen sie ihrem Ärger Luft machen: Um 17.30 wird zur Großdemonstration gegen digitale Gewalt gegen Frauen auf dem Rathausmarkt aufgerufen. Auch Collien Fernandes wollte mitdemonstrieren – die Hamburger Schauspielerin hatte die aktuelle Debatte mit ihren Anschuldigungen gegen Ex-Mann Christian Ulmen im „Spiegel“ ausgelöst. Doch am Mittwochabend gab sie überraschend bekannt, dass sie nicht teilnimmt – wegen Morddrohungen.

„Eigentlich plante ich, dort hinzugehen, dort zu sprechen“, schreibt die 44-Jährige auf Instagram. „Mittlerweile gibt es aber ernsthafte Sicherheitsbedenken, aufgrund von Morddrohungen gegen mich.“ Sie ruft ihre Unterstützer:innen auf: „Seid bitte laut für mich mit! Morgen bei der Demo!“

Zu der Demo hat die Schauspielerin nicht selbst aufgerufen, sondern die SPD-Abgeordnete Annika Urbanski. Sie erwartet mehrere Tausend Demonstranten, die unter dem Motto „Die Scham muss die Seite wechseln“ für härtere Gesetze und Konsequenzen sowie besseren Opferschutz bei digitaler Gewalt protestieren.

Großdemonstration gegen digitale Gewalt gegen Frauen

Die Demo soll um 17.30 Uhr beginnen und eine gute Stunde dauern. Mehrere Reden sind geplant, unter anderem hat sich Klimaaktivistin Luisa Neubauer angemeldet. Sie sprach bereits auf der Berliner Demonstration am vergangenen Sonntag.

Dort gab sie einen Einblick, wieso sie als Klimaaktivistin auf der Bühne steht. Sie berichtete, wie sich HateAid, eine gemeinnützige Organisation gegen Menschenrechtsverletzungen im Netz, 2024 bei ihr meldete. Die Hamburgerin erfuhr von mit Künstlicher Intelligenz generierten Pornos, die sie darstellen sollen und im Internet kursierten.

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Die Öffentlichkeit davon wissen lassen wollte sie zu dem Zeitpunkt nicht. Jetzt brach sie ihr Schweigen und betonte: „Ich möchte so sehr, dass es nicht mein Thema ist, doch das ist es“, erklärt sie. „Ich bin Betroffene, zwar anders als Collien, aber eben auch wie Collien.“ Auch die Autorin Alexandra Zykunov, bekannt für ihre feministischen und gesellschaftskritischen Bücher, soll Donnerstag am Mikrofon stehen.

Für Christian Ulmen gilt die Unschuldsvermutung. Sein Anwalt Christian Schertz kündigte rechtliche Schritte gegen die Berichterstattung des „Spiegel“ an, bei der es sich „in großen Teilen um eine unzulässige Verdachtsberichterstattung” handle. Zudem würden „unwahre Tatsachen aufgrund einer einseitigen Schilderung verbreitet”.

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