Baustellen-Schild

Im Norden Hamburgs wird eine lange Fernwärmeleitung verlegt – und das hat Auswirkungen auf den Verkehr. Foto: picture alliance / Maximilian Koch

Jahrelange Großbaustelle und Sperrungen: Hier startet die Fernwärme-Offensive

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Im Norden Hamburgs steht ab dem Frühjahr 2026 eine der größten Fernwärme-Baustellen der kommenden Jahre an. Die Hamburger Energiewerke bauen ihr Fernwärmenetz deutlich aus und verlegen eine 4,7 Kilometer lange Leitung – von Winterhude bis Fuhlsbüttel. Davon profitieren künftig unter anderem Lufthansa Technik und der Flughafen Hamburg, die an das städtische Fernwärmenetz angeschlossen werden. Die Arbeiten bringen allerdings für mehr als zwei Jahre umfangreiche Sperrungen und Verkehrsänderungen mit sich.

Die neue Fernwärmetrasse führt ab der Otto-Wels-Straße (Höhe Sydneystraße) in Winterhude über die Traute-Lafrenz-Straße, Obenhauptstraße, Sportallee und den Weg beim Jäger bis auf das Gelände des Flughafens in Fuhlsbüttel. Zusätzlich entsteht eine Pumpstation, die den nötigen Druck im Netz sicherstellen soll. Durch die Umstellung auf Fernwärme können laut Energiewerken jährlich rund 17.000 Tonnen CO₂ eingespart werden. Außerdem schafft das Projekt die Grundlage, ab den 2030er-Jahren weitere Wohn- und Geschäftsgebäude im Hamburger Norden anzuschließen.

Ausbau der Fernwärme: Hier ist die erste Sperrung

Der erste Bauabschnitt beginnt im März 2026 in der Traute-Lafrenz-Straße zwischen Maienweg und Alsterkrugchaussee und soll bis November dauern. In diesem Bereich wird die Straße vollständig gesperrt, Anwohner können ihre Grundstücke aber weiterhin mit dem Auto erreichen. Öffentliche Parkplätze fallen weg, es gilt Halteverbot. Auch die Bushaltestellen Moltrechtweg und Brabandstraße entfallen vorübergehend. Für den Autoverkehr werden Umleitungen eingerichtet, der Fuß- und Radverkehr bleibt möglich.

Das Gesamtprojekt ist in zehn Bauabschnitte unterteilt und soll bis Ende 2028 abgeschlossen sein. Für das Frühjahr 2027 ist der Bau der Pumpstation an der Traute-Lafrenz-Straße auf Höhe der Rathenaustraße geplant. Die Energiewerke betonen, dass alle Maßnahmen eng mit dem Bezirk Hamburg-Nord, den Verkehrsbehörden sowie parallel laufenden Baustellen von Hamburg Wasser und dem geplanten Schienenersatzverkehr der U1 abgestimmt sind.

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Der Fernwärmeausbau ist Teil eines größeren Umbaus der Hamburger Wärmeversorgung. Spätestens bis 2030 soll die Wärmeerzeugung aus Steinkohle beendet werden, bis 2040 will die Stadt klimaneutral sein. Der Ausbau im Norden gilt dabei als wichtiger Baustein auf dem Weg zu einer klimafreundlicheren Wärmeversorgung. (rei)

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